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Wandel der Autobranche : Volvo will mit Nachhaltigkeit Geld verdienen

  • -Aktualisiert am

Premiere: In Los Angeles präsentierte Volvo sein erstes rein batteriebetriebenes Modell. Bild: dpa

Der schwedische Premiumautohersteller will mit aller Macht die Abkehr vom Verbrennungsmotor schaffen. Der Antriebswandel könne zu einem guten Geschäft werden, sagt der Volvo-Chef.

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          Volvo macht sich schon länger um die Folgen des Autofahrens Gedanken. Das zeigt das Museum des schwedischen Autoherstellers am Stammsitz in Göteborg. In einem Ausstellungsraum schildert eine Schautafel, dass Volvo schon während der ersten Umweltkonferenz der Vereinten Nationen im Jahre 1972 in Schwedens Hauptstadt Stockholm einräumte: „Wir sind Teil des Problems, aber auch ein Teil der Lösung.“ Ein paar Schritte weiter steht „Elbil“, ein quietschoranger, elektrisch angetriebener Kleinwagen, mit dem Volvo in den siebziger Jahren einen ersten Ausflug in die Elektromobilität wagte. Das Auto kam damals nicht über das Probierstadium hinaus. Heute aber schickt sich Volvo an, elektrische Autos in großer Zahl auf den Markt zu bringen. Und wenn es nach dem Vorstandsvorsitzenden Håkan Samuelsson geht, wird das Unternehmen nur so in Zukunft erfolgreich sein.

          „Wir nehmen den Klimawandel ernst, denn wir wollen erstens nicht, dass der Planet Erde vor die Hunde geht“, sagt Samuelsson im Gespräch mit der F.A.Z. „Wir denken aber auch, dass gerade Volvo-Kunden ein sehr großes Interesse daran haben, ein nachhaltiges Auto zu fahren. Es ist also ein sehr gutes Geschäft, Autos so schnell wie möglich so nachhaltig wie möglich zu machen.“ Auf diesem Wege orientiere sich der Autohersteller an seinen Vorstößen auf dem Feld der Sicherheitstechnik. „Volvo hat Sicherheitsgurte und Airbags eingeführt, bevor diese vorgeschrieben waren. Und das hat sich zu einem einträglichen Geschäftsmodell entwickelt“, sagt Samuelsson. „Mit dem Thema Nachhaltigkeit wird es genauso laufen. Und die beste Art, ein Unternehmen und dessen Arbeitsplätze zu erhalten, ist es, die richtigen Produkte für die Zukunft zu haben und nicht zu lang am Alten festzuhalten.“

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