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Volle Auftragsbücher : Airbus in Fahrt

Die Auftragsbücher des Flugzeugbauers Airbus sind voll - ein beachtlicher Erfolg. Doch auch dass Boeing aus dem Takt kommt, darf nicht zu einer Ruhepause verleiten. Airbus hat Fahrt aufgenommen, die Schwierigkeiten aber längst nicht hinter sich.

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          Wer heute vom Flugzeughersteller Airbus einen A320 bestellt, bekommt das Modell nicht vor dem Jahr 2012 geliefert. Die Auftragsbücher lasten das Unternehmen inzwischen für sechs Jahre aus. Jetzt beruhigt sich die Nachfrage etwas, aber diese Normalisierung muss die Hersteller nicht um den Schlaf bringen. Airbus ist das Vertrauen der Kunden nicht abhandengekommen. Das ist ein beachtlicher Erfolg angesichts der Produktionsverzögerungen der jüngeren Vergangenheit.

          Dass auch Boeing mit seinem „Dreamliner“ aus dem Takt gekommen ist, mag die Europäer trösten. Aber es darf sie nicht zu einer Ruhepause verleiten. Der von schmerzhaften Einschnitten begleitete Umbau zu einem integrierten und effizienten Unternehmen steht erst an seinem Anfang.

          Airbus baut zwar wieder viele Flugzeuge, macht aber keinen Gewinn damit. Noch immer arbeiten in der Endmontage am Hauptsitz Toulouse an die tausend Mitarbeiter aus dem Hamburger Werk, um teils in mühsamer Handarbeit die ersten 20 Maschinen des Großraumfliegers A380 zusammenzubauen. Erst im nächsten Jahr kommt die überfällige einheitliche Software. Airbus hat Fahrt aufgenommen, die Schwierigkeiten aber längst nicht hinter sich.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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