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Markengeschäft : Wie Volkswagen effizienter werden will

Das Kraftwerk von VW in Wolfsburg: Umbrüche in der Industrie setzen den Konzern unter Druck. Bild: Daniel Pilar

Eine neue, dezentrale Struktur soll die Allmacht der Zentrale begrenzen und den Konzern effizienter machen. Auch die Kosten des Unternehmens sollen gesenkt werden. Das erfordert jedoch, dass einige Arbeitsplätze gestrichen werden.

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          Die Führungsriege des Volkswagen-Konzerns ist ständig in Bewegung. Das gilt vor allem für deren Spitze, den Vorstand, der mit Beginn dieses Monats von zuletzt acht auf elf Mitglieder angewachsen ist, eine Folge des Machtkampfs zwischen Konzernchef Herbert Diess und dem Betriebsrat im vergangenen Dezember. Diess, berüchtigt für seine wiederholten Provokationen gegen die Arbeitnehmerbank, soll sich in der neuen Konstellation vorrangig um das Zukunftsfeld Software kümmern. Gleichzeitig soll sich die gesamte Steuerung des Konzerns ändern, eine Aufgabe, die vor allem dem Finanzvorstand Arno Antlitz zukommt. „Wir müssen uns in den Konzernfunktionen verschlanken und auf die großen, strategischen Linien konzentrieren“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Antlitz, 51 Jahre alt, ist seit April vergangenen Jahres Mitglied im Konzernvorstand und gilt als Vertrauter von Diess. Er teilt dessen Fokus auf Effizienz und Kostendisziplin, tritt aber viel sachlicher und analytischer auf. Das ist einer der Gründe, warum der Wirtschaftsingenieur und frühere Unternehmensberater in der neu sortierten Führungsmannschaft eine Schlüsselrolle spielen soll. Die Finanzierung milliardenhoher Zukunftsinvestitionen fällt in sein Ressort, ebenso das Ziel, mehr Macht von der Wolfsburger Zentrale in Richtung der Marken zu verlagern. „Die Veränderungen in der Industrie sind so tiefgreifend, dass wir mit unserer bisherigen Struktur zunehmend an Grenzen stoßen“, sagt er. „Daher brauchen wir eine neue Herangehensweise.“

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