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Rekordzahlen bei VW : Dieselskandal - na und?

  • Aktualisiert am

Volkswagen sind in China gefragt. Bild: AP

Volkswagen schafft im September trotz aller Schwierigkeiten einen Auslieferungsrekord. In Deutschland sieht es aber nicht so gut aus. BMW muss Daimler beim Absatz den Vortritt lassen.

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          Trotz der anhaltenden Aufarbeitung des Abgas-Skandals hat der Volkswagen-Konzern beim Absatz einen Gang hochgeschaltet: Europas größter Autobauer lieferte im September mehr Autos an Kunden aus als jemals zuvor in einem Monat. Bei den Premiumherstellern fährt BMW dem Stuttgarter Rivalen Daimler in diesem Jahr deutlich hinterher.

          Der Oberklassehersteller - mit den Konzernmarken BMW, Mini und Rolls-Royce - steigerte seinen Absatz im September zwar. Aber BMW kam nur auf ein leichtes Plus von 0,8 Prozent auf 239.764 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Freitag bekanntgab. Die Marke BMW - ohne die britischen Töchter - verkaufte im Jahresverlauf 1,54 Millionen Wagen, 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dagegen hatte der ewige Konkurrent Daimler kürzlich deutlich bessere Verkaufszahlen gemeldet: In den ersten neun Monaten kletterte der Absatz der Stammmarke Mercedes-Benz um 11,7 Prozent auf 1,72 Millionen verkaufte Fahrzeuge.

          Volkswagen lieferte im vergangenen Monat weltweit 1,01 Millionen Fahrzeuge aus - 6,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilte. Vor allem die neuen SUVs kämen gut an, China spiele eine wichtige Rolle, sagte Vertriebsleiter Fred Kappler. Im bisherigen Jahresverlauf bauten die Wolfsburger das Plus damit auf 2,6 Prozent aus, in den ersten neun Monaten verkaufte Volkswagen über 7,6 Millionen Autos. Der Diesel-Skandal hatte VW in eine schwere Krise gestürzt.

          China top, Deutschland flop

          Der Absatz in Deutschland gab abermals nach: Volkswagen lieferte im September gut 107.000 Autos im Heimatmarkt aus, 3,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der chinesische Markt legte dagegen um 6,3 Prozent auf 406.500 Autos zu.

          Unter den Konzernmarken war vor allem Seat erfolgreich - mit einem Plus von 11,2 Prozent auf 39 800 Auslieferungen im September. Die Kernmarke Volkswagen Pkw rund um Golf und Passat steigerte ihre Auslieferungen um 8,4 Prozent auf 593 700 Fahrzeuge. Auch die Oberklasse-Tochter Audi lieferte abermals mehr Autos aus und verbuchte einen Anstieg um 2,6 Prozent auf 178.400 Wagen. In den ersten neun Monaten sanken die Auslieferungen jedoch um 2,0 Prozent auf 1,38 Millionen Autos.

          Für BMW entwickelten sich unter anderem Großbritannien und die Vereinigten Staaten zu schwierigen Märkten - dort sanken die Verkäufe. Aufwärts geht es nach wie vor in China mit einem Zuwachs um 15 Prozent in den ersten drei Quartalen, in Japan und in Lateinamerika. Außerdem wies BMW-Vertriebschef Ian Robertson auf das Wachstum bei Hybrid- und Elektroautos hin: Im September verkaufte BMW demnach erstmals mehr als 10 000 ganz oder teilweise elektrisch betriebene Autos. „Im laufenden Jahr haben wir bereits mehr elektrifizierte Fahrzeuge verkauft als im gesamten letzten Jahr, und wir sind auf dem besten Weg, unser Ziel von 100.000 Einheiten zum Ende des Jahres zu erreichen“, sagte er.

          Um die Kleinwagenmarke Mini voranzubringen, hofft BMW derweil auf eine Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motors. Great Wall ist Chinas größter Hersteller der beliebten Stadtgeländewagen. Es gehe um eine Zusammenarbeit bei der Marke Mini auf dem chinesischen Markt, teilte das chinesische Unternehmen mit. Seit Jahresbeginn hat BMW rund 25.000 Autos der Marke in China verkauft - nach Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Deutschland der viertgrößte Markt für die Kleinwagenserie.

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