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Volkswagen : Staatsanwaltschaft durchsucht Geschäftsräume von VW

Bild: Reuters

Auch in Großbritannien muss sich Volkswagen einer Sammelklage stellen. In naher Zukunft beginnen die Verhandlungen vor dem High Court in London.

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          Ermittler der Staatsanwaltschaft Braunschweig haben am Dienstag Geschäftsräume von Volkswagen in Wolfsburg durchsucht. Hintergrund seien Ermittlungen gegen Einzelbeschuldigte, die sich auf Dieselfahrzeuge mit Motoren des Typs EA 288 bezögen, teilte der Konzern mit. Den Vorwürfen lägen technische Sachverhalte zugrunde, die der Autohersteller den zuständigen Ermittlungs- und Zulassungsbehörde selbst frühzeitig offengelegt habe. Volkswagen kooperiere mit der Staatsanwaltschaft, obwohl das Unternehmen deren Rechtsauffassung und die daraus resultierenden Ermittlungen für unbegründet halte. Der Motor mit der Bezeichnung EA 288 ist der Nachfolger des durch die Abgasmanipulationen in Verruf geratenen EA 189. Ein VW-Sprecher sagte, für die Untersuchungen des Motors sei ein Ausfall des Dieselpartikelfilters simuliert worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass das Diagnosesystem der Fahrzeuge einen solchen Ausfall nicht anzeige. Die Abgasgrenzwerte würden dennoch eingehalten, hieß es. Es handele sich um keine Ermittlungen gegen das Unternehmen selbst, sondern gegen einzelne Personen „weit unterhalb des Vorstands“.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Volkswagen hatte im September 2015 zugegeben, millionenfach Diesel-Abgaswerte durch eine spezielle Software manipuliert zu haben. Diese sorgt dafür, dass Diesel-Autos die Stickoxidgrenzwerte auf dem Prüfstand einhalten, auf der Straße aber ein Vielfaches mehr von dem giftigen Abgasen ausstoßen. Die Aufarbeitung des Skandals hat den Konzern bislang mehr als 30 Milliarden Euro gekostet. Und viele Prozesse von Kunden stehen noch aus.

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