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„Brauchen noch mehr Dialog“ : VW-Chef Diess warnt vor Konfrontation mit China

  • Aktualisiert am

Wirbt für einen stärkeren Dialog zwischen Berlin und Peking: Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Bild: dpa

Der Spitzenmanager verfolgt den europäischen Kurs in der Wirtschaftspolitik mit Argwohn. Hierzulande würde extrem unterschätzt, wie stark der Wohlstand von der Volksrepublik mitfinanziert werde.

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          VW-Chef Herbert Diess warnt vor einem Konfrontationskurs zu China. Die Grundhaltung der deutschen Regierung gegenüber der Volksrepublik bereite ihm Sorgen, sagte Diess dem „Spiegel“ in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. „Wir brauchen noch mehr Dialog“, forderte der VW-Chef. „Die chinesische Führung kann auch mit harten europäischen Positionen umgehen – aber man sollte darüber sprechen – und man sollte die wirtschaftlichen Auswirkungen verstehen.“

          Würde sich Deutschland von der Volksrepublik abkoppeln, gäbe es laut dem VW-Chef sehr viel weniger Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. „Hierzulande wird extrem unterschätzt, wie stark unser Wohlstand von China mitfinanziert wird.“

          Der chinesische Markt ist für Volkswagen extrem wichtig. Die Wolfsburger sind dort Branchenprimus. Diess ist trotz der jüngsten Corona-Lockdowns und der Wirtschaftsabkühlung in China zuversichtlich, dass die Volksrepublik Wachstumsmotor bleiben wird.

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