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Neue Corona-Einreiseverordnung : Werden afrikanische Länder stigmatisiert?

Sport auf dem Wasser in Cape Town: Aber wer kommt noch und wer darf überhaupt? Bild: Mauritius

Auf dem afrikanischen Kontinent regt sich Kritik an der Einstufung von neun Ländern als Virusvariantengebiete: Nur zwei nichtafrikanische Länder stehen auf der Liste. Nun fühlen sie sich unfair behandelt.

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          Kelly Dido war reisebereit: Die 31 Jahre alte Südafrikanerin hatte im Mai ein Jobangebot für das Kommunikationsteam eines Unternehmens in Düsseldorf bekommen. Sie gab ihre Arbeitsstelle in Kapstadt auf, kündigte ihrem Vermieter. Nie hätte sie vermutet, dass sie mehrere Monate später immer noch am Kap der Guten Hoffnung sitzen und von ihrem Job in Deutschland nur träumen könnte.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin
          Claudia Bröll
          Freie Afrika-Korrespondentin mit Sitz in Kapstadt.

          Die Südafrikanerin gehört zu einer Gruppe, die jetzt gegen ein seit Januar geltendes Beförderungsverbot für Nichtdeutsche aus Virusvariantenländern aufbegehrt. Südafrika und acht weitere afrikanische Länder befinden sich seit mehr als einem halben Jahr auf der Liste der Virusvariantengebiete des Robert Koch-Instituts (RKI), für die besonders strikte Einreisebestimmungen gelten. In dieser Woche sind zwar Lockerungen in Kraft getreten. Demnach müssen vollständig geimpfte Reiserückkehrer aus Virusvariantengebieten nicht mehr 14 Tage lang in Quarantäne, ohne die Möglichkeit, die Quarantäne mit einem negativen Test zu verkürzen. Doch das Beförderungsverbot für Nichtdeutsche bleibt bestehen.

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