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Viruskontrolle : Bundesinstitut lässt weiteren Corona-Selbsttest zu

Pharmahändler Roche in Basel, Schweiz Bild: EPA

Mit dem Produkt von Roche kann jetzt ein echtes Schwergewicht auf den Markt kommen. Noch sind allerdings der Preis und der staatliche Zuschuss unklar.

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          Die Möglichkeiten wachsen, sich auch ohne fremde Hilfe zuhause auf eine Corona-Infektion zu testen. Das zuständige Bundesinstitut BFarm hat heute einem weiteren „Laien-Selbsttest“ eine Sonderzulassung erteilt und zwar dem eines großen Herstellers: Wie BFarm-Präsident Karl Broich zuerst über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gab, handelt es sich um den Test des Herstellers SD Bionsensor, den das Unternehmen Promedt angemeldet hat. Dahinter steckt der Schweizer Pharmariese Roche.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Wie bei den anderen schon zugelassenen Tests wird der Abstrich vorn in der Nase genommen, was weniger unangenehm als tief im Rachen- und Nasenraum ist und sich in der Eigenanwendung auch einfacher bewerkstelligen lässt.

          Damit kann in den kommenden Wochen ein vierter Antigen-Selbsttest auf den deutschen Markt kommen, am Mittwoch hatte die Behörde bereits drei Produkte zugelassen: Das Unternehmen Siemens Healthcare hatte den Antrag für einen Test des texanischen Herstellers Healgen Scientific gestellt. Die Technomed GmbH hatte die Sonderzulassung für den chinesischen Entwickler Xiamen Biotech beantragt, und die Lissner Qi GmbH hatte erfolgreich das Verfahren für den ebenfalls chinesischen Hersteller Hangzhou Laihe Biotech vorangetrieben.

          Nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollen die Tests zur Eigenanwendungen im Einzelhandel in Kürze frei zugänglich sein. Ursprünglich war von einem staatlich subventionierten Abgabepreis von einem Euro die Rede gewesen, doch ist dessen Höhe inzwischen genauso unklar wie der genaue Zeitpunkt der Markteinführung.

          Am Donnerstag hatte Spahn im Bundestag gesagt, die Höhe der Bezuschussung und die Frage der möglicherweise vollständig unentgeltlichen Abgabe hänge vom Herstellerpreis ab: „Für mich macht es einen Unterschied, ob ein Test 2 Euro oder 10 Euro kostet."

          Am Montag hatte das Corona-Kabinett Spahns ursprünglichen Plan kassiert, von Beginn kommender Woche an unentgeltliche Antigen-Schnelltests unter Abnahme durch geschulte Dritte anzubieten, etwa in Apotheken. Die verbilligten Selbsttests sollten eigentlich erst danach in den Markt kommen, nun könnten sie schon vorher verfügbar sein.

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