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Großkanzlei : Viel Kritik an Taylor Wessing nach Kündigungen

Bild: dpa

Die Sozietät will sich für eine mögliche Wirtschaftskrise wappnen und begründet damit die plötzliche Kündigung von 95 Wissenschaftlichen Mitarbeitern. Andere Großkanzleien scheuen diesen Schritt bisher noch.

          3 Min.

          Aktuell läuft das Geschäft von Wirtschaftanwälten gut, die Unternehmen im Arbeitsrecht, Datenschutz oder in Krisenszenarien bis hin zur Insolvenz beraten. Doch wie viele ihrer Mandanten müssen auch die Juristen derzeit „von Monat zu Monat“ zu planen, wie es aus einer internationalen Sozietät heißt. Bevor Aufträge wegbrechen und die ersten Honorare nicht gezahlt werden können, wird stark auf die eigene Kostenquote und das mögliches Einsparpotential geschaut. In der Corona-Krise zieht Taylor Wessing als erste Großkanzlei hierzulande personelle Konsequenzen. Zum Ende des Aprils hat die britische Sozietät, die in Deutschland mehr als 400 Anwälte beschäftigt, allen Wissenschaftlichen Mitarbeitern gekündigt. Diejenigen in Probezeit müssen schon Mitte April gehen.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dabei soll es sich um bis zu 95 Nachwuchsjuristen handeln. Sie unterstützen die Partner und deren Teams vor allem mit Hintergrundrecherchen. Die Jura-Studenten und Referendare verdienen den Angaben des Branchendienstes „Juve“ zufolge zwischen 850 und 1150 Euro auf Basis eines Arbeitstags in der Woche. Gutes Geld in der Corona-Krise, zumal etwa Nordrhein-Westfalen vor wenigen Tagen überraschend kurzfristig entschieden hat, zum obligatorischen April-Termin keine Rechtsreferendare einzustellen.

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