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Der Sonntagsökonom : Zoom ist keine Lösung

Zoom-Meetings können Dienstreisen nicht vollständig ersetzen (Symbolbild). Bild: Reuters

Nicht jede Dienstreise ist wirklich nötig, das hat die Corona-Pandemie gezeigt. Dennoch sollten Zoom und Co die Reisen nicht ersetzen. Denn nur vor Ort verteilt sich der wichtige Wirtschaftsfaktor Wissen.

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          Vor dem Morgengrauen mit dem Rollkoffer zum Flughafen hetzen, um für ein Meeting von Frankfurt nach Berlin zu fliegen, und direkt im Anschluss wieder zurück. Zwischendurch im Taxi sitzen, an der Sicherheitskontrolle anstehen, Zeit in der Lounge vertreiben, am Gate warten, im Flugzeug auch. So sah der Joballtag für Millionen Menschen auf der Welt bis vor kurzem aus. Allein die Deutschen unternahmen zuletzt rund 190 Millionen Dienstreisen im Jahr. Dann aber kam die Pandemie – und mit ihr die Frage, ob das wirklich nötig ist.

          Maja Brankovic

          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.

          In vielen Unternehmen heißt die Antwort gerade: Ist es nicht. Auch über Zoom, Skype oder Microsoft Teams lässt sich eine Menge besprechen, hat man schnell gelernt. Neun von zehn Unternehmen geben in Umfragen zu Protokoll, das viele Reisen nun grundsätzlich auf den Prüfstand zu stellen. Das ist günstiger, spart Zeit – und der Umwelt hilft es auch. Der persönliche Austausch ist austauschbar geworden.

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