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Vertragsklauseln der Banken : Lektüre überflüssig

  • -Aktualisiert am

„Allgemeine Geschäftsbedingungen“ liest kein Mensch, auch nicht die neuen der Banken und Sparkassen, die seit diesem Donerstag gelten. Wenn Kunden über den Tisch gezogen werden, schreiten ohnehin die Gerichte ein. Wer also seinen Kontoauszug im Blick behält, hat nichts zu befürchten.

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          Zwei Dinge liest kaum noch ein Mensch: Gebrauchsanweisungen und "Allgemeine Geschäftsbedingungen". Selbst Juristen sind verblüfft, wenn sie sich in ihrem privaten Alltag ausnahmsweise einmal anschauen, was im Kleingedruckten steht. Auch die neuen Vertragsklauseln für Banken braucht niemand durchzuarbeiten - genauso wenig wie beim Kauf eines Mobiltelefons, beim Anmieten einer Wohnung oder beim Besuch eines Fitnessstudios. Wenn Kunden über den Tisch gezogen werden, schreiten ohnehin die Gerichte ein und erklären die Regelung für unwirksam.

          Denn die Vertragsfreiheit ist von Justiz und Politik - allen voran den Verbraucherschützern im Europaparlament - zunehmend abgeschafft worden. Immerhin profitieren Kontoinhaber davon, dass die Politik den Geldinstituten nun schnellere Überweisungen vorgeschrieben hat. Seit Buchungen in Sekundenschnelle per Computer und Internet abgewickelt werden, ist in der Tat nicht einzusehen, dass das Geld nicht schneller ankam (und während seiner langen Reise nur für die Banken Zinsen trägt). Ein paar kleine Haken bringen die neuen Regeln zwar auch mit sich. Aber wer seinen Kontoauszug im Blick behält, hat nichts zu befürchten.

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