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Verteidigungsgeschäft : Das Drohnen-Debakel

Die deutsche Debatte über den Bundesverteidigungsminister und die Drohne „Euro Hawk“ wirkt schon in der Binnenwahrnehmung merkwürdig. Als absurd wird der Fall vom Ausland gesehen.

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          EADS-Chef Tom Enders, der als früherer Fallschirmjäger der Bundeswehr und heutiger Leiter eines internationalen Luftfahrtkonzerns grenzüberschreitend vergleichen kann, hat Politik und Behörden in Deutschland scharf kritisiert. Es ist in der Tat nicht leicht zu verstehen, warum andere europäische Länder mit Fluggenehmigungen für Drohnen so wenig Schwierigkeiten haben.

          Viele Fluggeräte befinden sich zwar noch im frühen Entwicklungsstadium, doch Länder wie Spanien und Frankreich würgen den Fortschritt nicht gleich durch bürokratische, übervorsichtige Vorschriften ab.

          Eine Folge des deutschen Debakels ist auch der weitere Rückfall Deutschlands und Europas im Wettbewerb um eine Zukunftstechnologie. Zwar hat die europäische Industrie keine Angebote über die Grenzen hinweg vorgelegt. Doch den Schwarzen Peter haben Regierungen, weil sie keine Aufträge finanzieren wollen. Schließlich gilt im Verteidigungsgeschäft die Regel: ohne Geld keine Entwicklung.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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