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Versorger : Eon verliert nicht an Energie

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Der Energiekonzern Eon hat 2001 seinen Betriebsgewinn um 45 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro gesteigert. Die Aktionäre sollen eine um zehn Prozent erhöhte Dividende von 1,60 Euro je Aktie erhalten.

          Der Energiekonzern Eon hat 2001 seinen Betriebsgewinn um 45 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro gesteigert. Die Aktionäre sollen eine um zehn Prozent erhöhte Dividende von 1,60 Euro je Aktie erhalten.
          Im Kerngeschäft Energie stieg das Betriebsergebnis um 14 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

          Der Überschuss nach Steuern und Anteilen Dritter verringerte sich erwartungsgemäß auf 2,0 (3,7) Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte Eon erhebliche außerordentliche Erträge durch den Verkauf von Beteiligungen in der Telekommunikation erzielt.

          Dividendenerhöhung überrascht

          Analysten beurteilten die Eckdaten zum Jahresausweis des größten deutschen Energiekonzerns positiv. Vor allem das Ausmaß der Dividendenerhöhung habe überrascht, hieß es. Als erfreulich wurde außerdem die Steigerung des Betriebsgewinns im Energiesektor hervorgehoben. Eon hatte hier wie seine Konkurrenten zeitweise unter deutlich gesunkenen Preisen infolge der Strommarkt-Liberalisierung gelitten.

          Der Konzernumsatz nahm den Angaben zufolge 2001 planmäßig um zehn Prozent auf 79,664 Milliarden Euro ab. Als Grund wurden Verkäufe von Beteiligungen genannt. Die Anfang 2002 verkaufte Tochter VAW Aluminium wurde im Geschäftsabschluss 2001 als nicht-fortgeführte Aktivität gebucht und ist daher im Umsatz und im Betriebsergebnis nicht berücksichtigt. Eon befindet sich seit seiner Fusion aus Veba und Viag im Jahr 2000 in einem tief greifenden Umstrukturierungsprozess, der auf eine Konzentration auf das Kerngeschäft Energie hinaus laufen soll.

          Am Mittwoch hatte zudem die Konzerntochter Stinnes für 2001 Steigerungen beim Umsatz und Ertrag mitgeteilt. Auch Stinnes will die Dividende spürbar auf 0,70 (0,60) Euro erhöhen. Die Logistik-Tochter, an der Eon noch rund 65 Prozent hält, steht auf der Verkaufsliste der Düsseldorfer Muttergesellschaft.

          Einzelheiten am Donnerstag

          Einzelheiten zum Jahresabschluss will Eon auf seiner für Donnerstag angesetzten Bilanz-Pressekonferenz nennen. Dabei dürften nach Einschätzung von Branchenexperten aber eher aktuelle Fragen im Vordergrund stehen, wie die geplante Übernahme der Ruhrgas durch Eon. Der Konzern will den Essener Gasgroßhändler nun mit Hilfe einer Sondererlaubnis des Bundeswirtschaftsministers erwerben, nachdem das Kartellamt die Übernahme verboten hatte. Spekuliert wird seit einige Tagen etwa darüber, ob und inwieweit Eon in dem Verfahren bereits ein Entgegegenkommen signalisiert hat.

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