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Steinhoff-Bilanzskandal : Versicherung zahlt 78 Millionen Euro für Manager-Fehlverhalten

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Christo Wiese Bild: Reuters

Beim deutsch-südafrikanischen Möbelhersteller Steinhoff ist infolge milliardenschwerer Bilanzmanipulationen ein großer Schaden entstanden. Einen kleinen Teil übernimmt jetzt die Manager-Haftpflichtversicherung.

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          Die Manager-Haftpflichtversicherer der ehemaligen Führungsriege von Steinhoff kommen für einen kleinen Teil des Schadens infolge der milliardenschweren Bilanzmanipulationen bei dem Handelsriesen auf. Aktionäre und Gläubiger könnten mit insgesamt 78 Millionen Euro rechnen, teilte der südafrikanisch-deutsche Konzern am Dienstag in Stellenbosch nahe Kapstadt mit.

          Die Einigung mit den sogenannten D&O-Versicherern ist Teil eines Plans, mit dem Steinhoff eine Welle von 90 Klagen in Südafrika, Deutschland und den Niederlanden beilegen will. Die geschädigten Anleger fordern mehr als 136 Milliarden Rand (7,7 Milliarden Euro), sollen sich aber nach den Vorstellungen von Steinhoff mit weniger als einer Milliarde Euro zufriedengeben.

          Der ehemalige Wirtschaftsprüfer von Steinhoff, Deloitte, hatte sich bereits im Februar bereiterklärt, bis zu 78 Millionen Euro zu einem Vergleich mit den Klägern beizusteuern.

          Mit D&O-Policen („Directors & Officers“) sichern Unternehmen ihre Manager vor den finanziellen Folgen eines Fehlverhaltens ab, die Versicherer zahlen in der Regel aber nur bei Fahrlässigkeit. Bei Steinhoff stehen sie nur für einen Teil der ehemaligen Führungsriege ein, darunter für Firmengründer Bruno Steinhoff und dem früheren Aufsichtsratschef Christo Wiese. Der ehemalige Vorstandschef Markus Jooste, Ex-Finanzvorstand Ben La Grange sowie der frühere Europa-Chef Siegmar Schmidt sind davon ausgenommen.

          Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Anfang März gegen drei ehemalige Manager von Steinhoff Anklage wegen des Verdachts milliardenschwerer Bilanzmanipulation erhoben. Namen nannte sie nicht.

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