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Versicherer / Banken : Allianz einigt sich mit Deutscher Bank

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Das beschädigte Hochhaus am Ground Zero Bild: EPA

Der Streit um das Hochhaus der Deutschen Bank am New Yorker Ground Zero ist beigelegt. Die Allianz zahlt für den Schaden durch den Terroranschlag vom 11. September 2001 85 Millionen Dollar.

          Der Streit um das Hochhaus der Deutschen Bank am New Yorker Ground Zero ist beigelegt. Der Versicherer Allianz bestätigte am Freitag abend, daß sich die Bank mit Versicherungen, dem Bundesstaat New York und Behördenvertretern auf einen Vergleich verständigt habe.

          Demnach sollen die Allianz und Axa Schadenersatz in Höhe von zusammen 140 Millionen Dollar für das beschädigte Gebäude zahlen. Auf die Allianz entfielen 85 Millionen Dollar, sagte der Sprecher. „Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit der Einigung, weil das ein Bruchteil dessen ist, was die Deutsche Bank gefordert hat.“ Mit der Einigung sei die Allianz nun nicht gezwungen, ihre Reserven hochzusetzen.

          Der 40 Stockwerke hohe Gebäude in unmittelbarer Nähe des World Trade Center war bei dem Terrorangriff vom 11. September 2001 schwer beschädigt worden und soll nun doch abgerissen werden. Der Vergleich sehe vor, daß die Lower Manhattan Development Corporation den Komplex der Deutschen Bank für 90 Millionen Dollar abkaufe und einen Vertrag zum Abriß des Gebäudes im Volumen von 45 Millionen Dollar übernehme, hatte die „New York Times“ in ihrer Onlineausgabe berichtet. Die Versicherungen müßten für Abrißkosten, die über 45 Millionen Dollar hinaus gehen, einstehen.

          „Wir als einer der größten Arbeitgeber in Manhattan freuen uns sehr, daß ein großer Schritt nach vorne gemacht wurde“, sagte ein Deutsche-Bank-Sprecher in Frankfurt. Die Bank sei an einer Weiterentwicklung des Geländes am New Yorker Ground Zero interessiert. Zur Höhe des Schadenersatzes wollte der Sprecher keine Angaben machen. Ein Vertraulichkeitsbeschluß verbiete der Bank, über Zahlen zu reden.

          Medienberichten zufolge hatte das Geldhaus den reinen Gebäudeschaden auf 950 Millionen Dollar taxiert und von den beiden Versicherern insgesamt 450 Millionen Dollar gefordert. Weitere Schadenersatzforderungen der Deutschen Bank betreffen die Betriebsunterbrechung. Dieses Forderungen seien noch im Schiedsverfahren, das sich voraussichtlich noch mehrere Monate hinziehen werde, sagte der Allianz-Sprecher.

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