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Verschwörungsgruppen : Facebook will Seiten von „QAnon“ löschen

  • Aktualisiert am

Die QAnon-Bewegung verbreitet die Behauptung, dass die Vereinigten Staaten von einer kriminellen Organisation beherrscht würden, der etwa die früheren Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama, der Milliardär George Soros sowie diverse Hollywoodstars angehören sollen. Viele QAnon-Botschaften haben antisemitischen und rechtsradikalen Charakter. Bild: dpa

Das weltgrößte Online-Netzwerk geht verschärft gegen die Verschwörungstheorie-Bewegung „QAnon“ vor. Alle Facebook-Seiten und -Gruppen sowie alle Instagram-Accounts, die „QAnon“ vertreten, werden entfernt.

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          Facebook hat angekündigt, stärker gegen die Verschwörungserzählung „QAnon“ vorzugehen. Seiten, Gruppen und Accounts auch im zu Facebook gehörenden Netzwerk Instagram, die „,QAnon' repräsentieren“, sollten entfernt werden, kündigte das Unternehmen am Dienstag an.

          „QAnon“-Anhänger verbreiten ohne jeden Beleg die Erzählung, dass der amerikanische Präsident Donald Trump gegen eine geheime Elite kämpfe, die Kinderhandel betreibe. Der Theorie nach soll es einen anonymen und als „Q“ bekannten Regierungsvertreter geben, der Informationen über einen „Deep State“ gegen Trump teilt. Der angebliche Schattenstaat im Staat wird dabei oftmals mit Satanismus und der sexuellen Ausbeutung von Kindern in Verbindung gebracht.

          Zu den Faktoren, die zu einem Verbot führen können, sollen Facebook zufolge der Name, die Biografie oder die Informationen über die Seite, sowie Diskussionen in der Gruppe oder auf der Seite gehören. Die persönlichen Accounts von Administratoren von Gruppen, die verboten werden, werden ebenfalls gesperrt.

          Vor einigen Wochen hatte Facebook angekündigt, die Gruppen nicht mehr bewerben und sie entfernen zu wollen, wenn sie Gewalt förderten. Die neuen Regelungen sollten am Dienstag in Kraft treten. Facebook kündigte an, dass die Umsetzung Zeit brauche und in den „kommenden Tagen und Wochen“ umgesetzt werde.

          In den vergangenen Jahren hat sich die „QAnon“-Erzählung in geheimen Facebook-Gruppen, auf Twitter-Accounts und in Youtube-Videos ausgebreitet. „QAnon“ wurde mit Gewalttaten wie Entführungen in Verbindung gebracht. Die Anhänger glauben auch, dass das Coronavirus ein Schwindel sei. Mehrere republikanische Kongressanwärter stehen der Erzählung wohlgesonnen gegenüber.

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