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Gegen Verschwörungstheorien : Youtube entfernt Zehntausende Videos von „QAnon“-Bewegung

  • Aktualisiert am

Zukünftig sollen Inhalte der Verschwörungsbewegung „QAnon“ auf Youtube verboten werden. Bild: AFP

Die Videoplattform verbietet Inhalte mit gewaltverherrlichenden Verschwörungstheorien. Zuvor hatten Facebook und Twitter strengere Regeln angekündigt.

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          Nach Twitter und Facebook will auch Youtube die sogenannte „QAnon“-Bewegung und andere Verschwörungstheorien einhegen. Inhalte mit gewaltverherrlichenden Verschwörungstheorien seien nun verboten, teilte die Google-Videoplattform am Donnerstag mit. Tabu seien auch Videos, die einer Person unterstellten, Befürworter oder Sympathisant einer Verschwörungstheorie wie „QAnon“ zu sein.

          In dem Blogeintrag vom Donnerstag erklärte Youtube, schon Zehntausende „QAnon“-Videos entfernt zu haben. Auch seien hunderte Kanäle gelöscht worden sein, die ausdrücklich mit Gewalt drohen oder die Existenz von schlimmen Gewalttaten leugnen.

          „QAnon“-Anhänger verbreiten abstruse und unbelegte Theorien, wie etwa dass der amerikanische Präsident Donald Trump heimlich gegen eine ihm feindlich gesinnte Elite in den Tiefen des Staatsapparats und einen Kindesmissbrauchsring satanischer Pädophiler und Kannibalen ankämpfe. Aus einer dunklen Ecke des Internets hat es die Verschwörungstheorie in den politischen Diskurs geschafft - auch weil Trump solche Inhalte teilte.

          „Pizzagate“ ist eine weitere im Netz geborene Verschwörungstheorie, die im Grunde als Vorläufer von „QAnon“ gilt. Deren Anhänger glauben, dass Kindern in einer Pizzeria in Washington Schaden zugefügt werde.

          Ein Mann, der daran glaubte, stürmte im Dezember 2016 in ein Lokal und gab Schüsse aus einem Gewehr ab. Ein Jahr später wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt.

          Twitter hatte im Juli verkündet, Tausende Konten mit Verbindungen zu „QAnon“-Inhalten aus dem Kurznachrichtendienst zu entfernen. Und erst vergangene Woche gab Facebook bekannt, alle Gruppen zu verbannen, die offen für „QAnon“ eintreten. Zudem würden Seiten und Gruppen entfernt, die die Verschwörungstheorie repräsentierten, auch wenn Gewalt nicht propagierten. Dies gelte auch für die zu Facebook gehörende Plattform Instagram.

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