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Vermögenssteuer : SPD orientiert sich an der Schweiz

Bild: dpa

Bei ihren Plänen, eine Vermögenssteuer für reiche Privatpersonen und Unternehmen einzuführen, orientiert sich die SPD am „Schweizer Modell“. Die Eigenheiten des Steuersystems des Nachbarlandes lässt sie dabei aber außer Acht.

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          Die SPD hat mit ihren Plänen für eine Vermögensteuer die deutsche Wirtschaft gegen sich aufgebracht. Durch ein prominentes Vorbild jedoch sieht sie sich bestärkt. Ausgerechnet die Schweiz, die eigentlich nicht als wirtschafts- oder reichenfeindlich gilt, erhebt seit jeher Steuern auf Vermögen aller Art – auf Kunstwerke und Autos wie auch auf Immobilien und Unternehmensanteile. Tatsächlich ist die Schweiz eines der wenigen Länder, die die ganze Bandbreite an Vermögenswerten steuerlich belasten.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          „Wir orientieren uns am Schweizer Modell“, hat der kommissarische SPD-Vorsitzende Thorsten-Schäfer Gümbel deshalb angekündigt. Dazu gehörten auch Freibeträge und Regeln, die Unternehmen vor wirtschaftlichen Schieflagen durch die Steuer schützen sollen, trat er der Kritik entgegen. Kurz darauf stützte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die Pläne. Er habe die Arbeit daran „eng begleitet und unterstütze das Ergebnis, sich am Schweizer Vorbild zu orientieren“, sagte Scholz, der auch Parteivorsitzender werden will, dem „Handelsblatt“.

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