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Vermögen in Europa : Armer reicher Rentner

  • -Aktualisiert am

Die Vermögen der Haushalte in Südeuropa sind im Mittelwert größer als in Deutschland. Die Kanzlerin will das nicht wahrhaben. Die Statistik sei verzerrt, weil die Rentenansprüche nicht enthalten seien. Doch auch in anderen Euroländern gibt es Renten.

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          Der Versuch der Bundeskanzlerin, die Deutschen reicher zu rechnen als sie nach einer Untersuchung der EZB sind, fällt Angela Merkel auf die Füße. Die Ferienhäuser der Deutschen etwa in der Provence sind sehr wohl in der Vermögensstatistik enthalten, die dem deutschen Haushalt mit einem Medianvermögen von 51.000 Euro den unrühmlichen letzten Platz in der Eurozone zuweist. Das passt so gar nicht in das Bild vom besonders wohlhabenden Deutschland.

          Zum Vergleich: Zypern liegt mit 267.000 Euro auf dem zweiten und Frankreich mit 116.000 Euro auf dem siebten Rang. Die hohen Rentenansprüche der Deutschen seien nicht enthalten, klagt Merkel. Man kann darüber streiten, ob ein Rentenanspruch so viel wert ist wie Wohneigentum oder ob die Rente hiesige Rentner reich macht. Aber niemand kann leugnen, dass es in anderen Euroländern auch Renten gibt. In Frankreich muss man weniger lange einzahlen, bekommt aber gemessen am vorherigen Lohn eine höhere Rente als hierzulande heraus. Und man kann sogar früher in Ruhestand gehen. Wäre die Rente mit 67 ein Programm zur Rentenerhöhung, würde Merkel es klammen Eurostaaten wohl kaum zur Nachahmung empfehlen.

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