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Verlust der Parlamentsmehrheit : Macron als lahme Ente

Hat keine absolute Mehrheit mehr im Parlament: Emmanuel Macron Bild: Imago

Sorgen machen die Runde, dass instabile politische Verhältnisse auch der französischen Wirtschaft zusetzen.

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          Das Ergebnis der französischen Präsidentschaftswahl hat an der Börse wenig Spuren hinterlassen. Nachdem der französische Leitindex CAC40 in den vergangenen Tagen ähnlich stark verloren hatte wie der Dax, trat er zum Wochenbeginn auf der Stelle. Auch die Anleihemärkte zeigten sich am Montag praktisch unverändert davon, dass Präsident Emmanuel Macron nicht mehr mit einer absoluten Mehrheit im Parlament regieren kann. Die Renditen für zehnjährige französische Staatsanleihen verharrten bei rund 2,2 Prozent.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Dennoch machen Sorgen die Runde, dass instabile politische Verhältnisse auch der Wirtschaft zusetzen könnten. „Es wird für Macron schwierig sein, größere Reformen durchzusetzen“, sagt Ludovic Subran, Chefökonom der Allianz, der F.A.Z. Zwar könnten die Abgeordneten der konservativen Republikaner ad hoc für einige Reformen stimmen, da einige von ihnen „reformorientiert“ seien. Die Partei sei jedoch gespalten in diejenigen, die offen für eine Zusammenarbeit mit Macron sind, und diejenigen, die ihn entschieden ablehnen.

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