https://www.faz.net/-gqe-7ptdr

Verhandlungen mit Bosch : Siemens will Hausgeräte-Geschäft loswerden

  • Aktualisiert am

Mitarbeiter des Gemeinschaftsunternehmens Bosch und Siemens Hausgeräte (BSH) im Werk in Nauen bei Berlin Bild: dpa

Siemens-Chef Joe Kaeser will nach F.A.Z.-Informationen beim Hausgeräte-Hersteller BSH aussteigen - und den Münchner Anteil am Gemeinschaftsunternehmen mit Bosch an den Partner verkaufen. Der hat Interesse, ziert sich aber.

          Siemens will zügig aus dem Gemeinschaftsunternehmen Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) aussteigen. Nach Informationen der F.A.Z. will der Konzern seinen 50-Prozent-Anteil an Bosch abgeben, allerdings kommen die Gespräche mit den Schwaben nicht voran. Siemens-Chef Joe Kaeser setzt den Partner daher nun unter Druck - er will das Thema in den nächsten Monaten erledigt haben.

          Kaeser legt sich einen Joker für die weiteren Verhandlungen zurecht: Sollte Bosch weiter zaudern, könnte das Paket von 50 Prozent auch an jemand anderen verkauft werden: an Samsung aus Korea. Kaeser hätte am liebsten eine Lösung für BSH schon am 7. Mai präsentiert, als er unter dem Schlagwort „Siemens – Vision 2020“ eine neue, schlankere und damit wettbewerbsfähigere Struktur für den Münchener Konzern vorstellte.

          Hausgeräte gehören nicht zum Kerngeschäft von Siemens. Derzeit feilschen die Münchner mit Bosch um die Konditionen. Strittig ist die weitere Nutzung der Markenrechte, die Bewertung der Anteile und damit letztlich der Preis der BSH-Hälfte. Die Transaktion hat eine Größenordnung von mindestens 5 Milliarden Euro. Angesichts der strategischen Bedeutung für den Bosch-Konzern dürfte Siemens einen saftigen Aufschlag verlangen.

          Mehr Hintergründe zu den Verhandlungen zwischen Siemens und Bosch lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bzw. im E-Kiosk.

          Weitere Themen

          Zehn Luftfahrtbehörden checken Boeing 737 Max

          Unter Amerikas Leitung : Zehn Luftfahrtbehörden checken Boeing 737 Max

          Durch insgesamt zehn Luftfahrtbehörden – und unter der Leitung der Amerikaner – wird die zuletzt fehlerhafte Boeing 737 Max überprüft. Bis der Flieger wieder mit Passagieren starten darf, sollen allerdings noch mindestens drei Monate vergehen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.