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Kritik an Corona-Hilfe : Vergoldeter November

Bild: dpa

Für den Lockdown zahlt die Regierung den betroffenen Unternehmen üppige Hilfen, aus Angst vor Protesten und Prozessen. Dagegen regt sich Widerspruch.

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          Eines will Gerald Kink gleich klarstellen: „Das hilft uns richtig“, sagt der Hotelier und Gastronom aus Wiesbaden. „Wir nehmen dieses Geld sehr dankbar an“, versichert der Unternehmer, der in der hessischen Landeshauptstadt das Hotel Oranien führt, einen alteingesessenen Familienbetrieb mit 80 Zimmern und 36 Mitarbeitern.

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das Gastgewerbe zählt zu den Hauptprofiteuren der Hilfen in Höhe von zehn Milliarden Euro, mit denen die Bundesregierung die betroffenen Branchen über die coronabedingte Schließung im November hinwegtrösten will. Die Regeln haben Finanz- und Wirtschaftsministerium nach langem Hin und Her am Donnerstag veröffentlicht. Dass sie dafür fast eine Woche brauchten, lag am Drängen und Zerren der Interessenverbände: Jeder Einzelfall sollte berücksichtigt, jeder noch so mittelbar Betroffene auch irgendwie entschädigt werden.

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