https://www.faz.net/-gqe-72mee

Vereinigte Staaten : Obama: 5 Billionen Dollar Schulden in 4 Jahren

  • Aktualisiert am

Hatte versprochen, Amerikas Schulden zu halbieren: Barack Obama Bild: dapd

Steilvorlage für die Republikaner: Ausgerechnet während des Wahlparteitags der Demokraten meldet das amerikanische Finanzministerium, dass die Staatsverschuldung Amerikas 16 Billionen Dollar überschreitet. Versprochen hatte Präsident Obama etwas ganz anderes.

          Zum Beginn des Wahlparteitags der Demokraten von Präsident Barack Obama hat die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten die Marke von 16 Billionen Dollar überschritten. Die Republikaner nutzten die Meldung vom Schuldenrekord, um Obama an sein Wahlversprechen von vor vier Jahren zu erinnern, die Staatsschuld bis 2012 zu halbieren. Statt dieses Versprechen zu erfüllen, habe der Präsident ein „Ausgaben-Gelage“ veranstaltet, sagte der Chef des Repräsentantenhauses, John Boehner.

          Teure Militäreinsätze, teures Konjunkturprogramm

          Das Defizit hatte die 16-Billionen-Marke (12,7 Billionen Euro) bereits am Freitag überstiegen, das amerikanische Finanzministerium veröffentlichte die neuen Daten aber erst nach einem langen Wochenende am Dienstag. Bei Obamas Amtsantritt 2009 hatte die Staatsschuld 10,6 Billionen Dollar betragen. Vor allem die Kosten der Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan sowie die Folgen und der Kampf gegen die Wirtschaftskrise trieben das Defizit in die Höhe. Obama legte etwa ein 800-Milliarden-Dollar teures Konjunkturprogramm auf, um die Wirtschaft zu stützen.

          Die Republikaner werfen dem Präsidenten nun vor, die Staatsschulden mit einer verantwortungslosen Haushaltspolitik in die Höhe getrieben und zugleich die wirtschaftliche Erholung mit zu viel Staatseinfluss behindert zu haben. Sie wollen mit radikalen Kürzungen den Schuldenberg abtragen und plädieren zugleich für Steuersenkungen.

          Weitere Themen

          SPD: Altmaier knickt vor Trump ein

          Handelsstreit : SPD: Altmaier knickt vor Trump ein

          Der Bundeswirtschaftsminister bietet den Amerikanern eine Abschaffung der EU-Industriezölle an. Die SPD sieht darin ein Zeichen der Schwäche: „Trump versteht nur eine harte Sprache der EU.“

          Das ist das teuerste Land Europas Video-Seite öffnen

          17 Euro für eine Pizza : Das ist das teuerste Land Europas

          Für eine Einzimmerwohnung in Reykjavik werden durchschnittlich 1300 Euro fällig, für eine Pizza zahlt man 17 Euro und selbst eine Flasche Bier kostet sieben Euro – das Leben in Island ist eindeutig nichts für Sparfüchse.

          Kommen wirklich die Richtigen?

          Hanks Welt : Kommen wirklich die Richtigen?

          Wie kann das Dilemma von offenen Grenzen im üppigen Sozialstaat gelöst werden? Der Markt bietet das gerechtere und humanere Arrangement als Bürokraten oder korrupte Schlepperbanden.

          Topmeldungen

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in Amerika

          Handelsstreit : SPD: Altmaier knickt vor Trump ein

          Der Bundeswirtschaftsminister bietet den Amerikanern eine Abschaffung der EU-Industriezölle an. Die SPD sieht darin ein Zeichen der Schwäche: „Trump versteht nur eine harte Sprache der EU.“
          FDP-Chef Christian Lindner im ARD-Interview

          TV-Kritik: Sommerinterviews : Posieren reicht nicht

          Christian Lindner und Robert Habeck treten in ARD und ZDF gegen einander an, ohne den jeweils anderen zu erwähnen. Der FDP-Chef trifft auf eine desinteressierte Fragestellerin. Habeck antwortet auf Vorwürfe schlitzohrig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.