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Vereinigte Staaten : Mehr Möglichkeiten im Silicon Valley

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Bild: FAZ.NET

In Amerika „steht einem ein größerer Arbeitsmarkt offen“, schrieb uns Norbert Runge, der im Silicon Valley schon zwei neue Arbeitsstellen gefunden hat, während es in Deutschland an der Arbeitsplatzfront für ihn eher mau aussah.

          Ich bin in Juli 1995 als promovierter Informatiker in die Vereinigten Staaten gezogen, weil ich in Deutschland arbeitslos war und nach längerer Suche und mehreren Ablehnungen von Firmen in Deutschland das erste Stellenangebot von IBM in San José, Kalifornien (Silicon Valley), kam. Zunächst war es nur eine auf ein Jahr beschränkte Position als Visiting Scientist/Postdoc, welche auf ein zweites Jahr verlängert wurde. In 1997 nahm ich dann eine reguläre Stelle als IBM-Mitarbeiter an. Meine amerikanische Green Card wurde von IBM für mich beantragt (2001).

          Im Jahr 2005 wurde ich leider von IBM entlassen. Aus privaten Gründen zog ich mich für knapp ein Jahr aus dem Berufsleben zurück. Als ich im Frühjahr 2006 meine Arbeitssuche begann, bewarb ich mich von Kalifornien aus zunächst bei einer Reihe von IT-Firmen in Deutschland. Allerdings wieder ohne erfolgreichen Ausgang. Seit Sommer 2006 arbeite ich in der Software-Entwicklung bei Google in der Hauptniederlassung in Mountain View, Kalifornien.

          Durchaus nicht geplant

          In Zusammenfassung, mein wichtigster und eigentlich auch einziger Grund, aus Deutschland auszuwandern, war beruflich. Und die Auswanderung war durchaus nicht geplant gewesen, sondern ergab sich aus den Umständen. Zur Vorgeschichte: ich promovierte an der Universität Karlsruhe in 1993 und war danach für knapp zwei Jahre Gastwissenschaftler (befristete Stelle) am damaligen IBM Wissenschaftlichen Zentrum Heidelberg. Die Ende 1994 begonnene Arbeitssuche war fast durchweg auf Deutschland konzentriert.

          Ich schickte meinen Lebenslauf lediglich einmal in die Vereinigten Staaten, an einen ehemaligen Kollegen von meiner Zeit an der Universität Karlsruhe, welcher bereits bei IBM in Kalifornien arbeitete. Was dann zum Angebot von IBM in Kalifornien führte. Im Rückblick war das erste Halbjahr 1995 wohl auch eine der schwierigsten Perioden, um als Informatiker in Deutschland einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Als ich dann einmal hier war, fand ich als Informatiker im Silicon Valley natürlich mehr Möglichkeiten, oder ganz allgemein steht einem ein größerer Arbeitsmarkt offen, wie sich dann ja auch wieder zeigte, als ich vor zwei Jahren eine neue Position suchte.

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