https://www.faz.net/-gqe-9u070

Verdi-Umfrage : Viele Beschäftigte leiden unter der Digitalisierung

  • Aktualisiert am

Bringt viele Veränderungen: die Digitalisierung Bild: dpa

Immer mehr zu tun in kurzer Zeit: Davon berichten mehr als die Hälfte der Deutschen. Die Digitalisierung führe zu Arbeitsverdichtung und zu einer häufigen Störung der Arbeitsabläufe.

          1 Min.

          Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben die Qualität der Arbeit für viele Beschäftigte nach einer Umfrage von Verdi eher verschlechtert als verbessert. Die Arbeitnehmer leiden demnach vielfach unter einer höheren Arbeitsintensität und geringeren Handlungsspielräumen, wie das „Innovationsbarometer 2019 - Künstliche Intelligenz“ der Gewerkschaft zeigt, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert.

          Zwei von drei Befragten in betroffenen Unternehmen fürchten demnach, dass die Zahl der Arbeitsplätze durch den KI-Einsatz sinken werde. Zudem berichten 52 Prozent der Befragten von einer Zunahme der Arbeitsintensität. 42 Prozent der Befragten sehen häufigere Störungen der Arbeitsabläufe.

          Jeder Zweite erkennt eine Zunahme der Transparenz des Arbeits- und Leistungsverhaltens der Beschäftigten. 60 Prozent berichten von einer Verringerung der Handlungs- und Entscheidungsspielräume durch künstliche Intelligenz.

          Netzwerktreffen in Erfurt

          Verdi-Vorstandsmitglied Christoph Schmitz forderte: „Digitalisierung und künstliche Intelligenz müssen so gestaltet werden, dass sie den Beschäftigten sowie dem Schutz und dem Ausbau der Arbeitnehmerrechte dienen.“ Betrieblichen Mitbestimmungsorgane müssten bei der Einführung von KI-Projekten frühzeitig stärker einbezogen werden.

          Ein Austausch zwischen Bundesarbeitsministerium, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, der Deutschen Gesellschaft für Personalführung, der Initiative Neue Qualität der Arbeit und der New Work SE mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen über Digitalisierung und Co findet an diesem Dienstag in Erfurt statt: Unter dem Motto „Zukunftswerkstatt #Arbeitswelt 2025“ treffen sich Vertreter der Organisationen mit Unternehmensvertretern zu einer Diskussionsveranstaltung im Steigerwaldstadion. Die Zukunftswerkstatt soll nach dem Willen des Ministeriums einen Raum des Austausches und des Zuhörens bieten, um Unternehmen mit Impulsen und Netzwerkmöglichkeiten für ihre zukünftige Personalpolitik und Arbeitsorganisation zu stärken.

          Weitere Themen

          Prinz Charles trifft Greta Thunberg Video-Seite öffnen

          Weltwirtschaftsforum Davos : Prinz Charles trifft Greta Thunberg

          In Sachen Klimaschutz ziehen sie am gleichen Strang. Der britische Thronfolger, der das Treffen in Davos zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder besuchte, schlug eine Initiative für Nachhaltigkeit vor.

          Berliner Wohnungssumpf

          Ultimatum bis Montag : Berliner Wohnungssumpf

          Baustadtrat Florian Schmidt galt als Robin Hood der Mieter. Nun soll er wichtige Akten manipuliert haben. Das kann auch für die Landesregierung gefährlich werden.

          Topmeldungen

          In Berlin wird fleißig gebaut: Die kommunalen Gesellschaften in Berlin haben 2019 4608 Wohnungen fertiggestellt und damit ein Viertel mehr als im Jahr zuvor.

          Ultimatum bis Montag : Berliner Wohnungssumpf

          Baustadtrat Florian Schmidt galt als Robin Hood der Mieter. Nun soll er wichtige Akten manipuliert haben. Das kann auch für die Landesregierung gefährlich werden.
          Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Mercedes-Stern dreht sich auf dem Daimler-Werk in Untertürkheim. Die weltweiten Rückrufe und Verfahren im Zusammenhang mit dem Dieselskandal kosten den Autobauer Daimler für 2019 nochmals bis zu 1,5 Milliarden Euro zusätzlich.

          Folgen des Diesel-Skandals : Nächster Tiefschlag für Daimler

          Analysten und Anleger sind nervös: Der Autokonzern muss einen weiteren Milliardenbetrag für Diesel-Altlasten zurückstellen. Und auch die Van-Sparte leidet unter einer ganzen Reihe hausgemachter Schwierigkeiten. Ein Beobachter spricht von „einem traurigen Tag für alle Beteiligten“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.