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Verdi-Streik am Montag : Lufthansa streicht fast alle Flüge

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Eine Passagiermaschine der Lufthansa auf dem Flughafen Frankfurt Bild: dpa

Die Lufthansa streicht wegen des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi an diesem Montag fast alle ihre Flüge. Von insgesamt rund 1700 geplanten Abflügen in Deutschland werden nur rund 30 starten, teilte die Lufthansa am Samstagabend mit.

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          Passagiere der Lufthansa müssen  am Montag den Ausfall hunderter Flüge in Kauf nehmen. Wegen eines  angekündigten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi streicht das  Unternehmen nach Angaben vom Samstag fast alle Deutschland- und  Europaflüge. Darüber hinaus werde es auch bei den  Langstreckenflügen zu Ausfällen kommen.

          Wie die Fluggesellschaft mitteilte, finden am Montag nur einzelne  Kurzstreckenflüge statt. Beispielsweise in Berlin ende der Streik  bereits um 14.30 Uhr. Insgesamt könnten von den für Montag  geplanten 1650 Kurzstreckenverbindungen nur rund 20 angeboten  werden.

          Auch Interkontinentalflüge betroffen

          Laut Lufthansa werden in Frankfurt am Main von 50 geplanten Interkontinentalflügen nur sechs starten, in München würden nur drei im Sonderflugplan erhalten bleiben. Dagegen könnten in  Düsseldorf alle drei geplanten Langstreckenflüge wie geplant  verkehren. Das Unternehmen veröffentlichte auf seiner Webseite  lufthansa.com einen Sonderflugplan und richtete eine kostenfreie  Hotline (0800 850 60 70) ein. Wer einen Flug innerhalb Deutschlands  gebucht hat, nach Angaben der Lufthansa stattdessen mit der  Deutschen Bahn fahren.

          Verdi hatte am Freitag zu dem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen,  um in den laufenden Tarifverhandlungen Druck zu machen. Die  Lufthansa habe in der dritten Runde am Mittwoch „kein  verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt“. Bei der Lufthansa hatte es  bereits im März Verdi-Warnstreiks gegeben, die für den Ausfall von  rund 700 der 1800 für den Tag geplanten Flüge sorgten. Der  Warnstreik am Montag betrifft nach Angaben von Verdi unter anderem  Deutschlands größten Flughafen in Frankfurt am Main sowie die  Standorte Hamburg, München, Stuttgart, Hannover, Düsseldorf und  Köln.

          Verdi verlangt 5,2 Prozent mehr Gehalt

          Die Tarifverhandlungen laufen seit Ende Februar. Verdi verlangt für  rund 33.000 Beschäftigte der Lufthansa am Boden und an Bord der Flugzeuge 5,2 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf  Monaten. Für die Gewerkschaft zentral ist zudem die Forderung nach  Beschäftigungssicherung. Zudem will sie Verbesserungen für die  Auszubildenden im Konzern erreichen.

          Nach Angaben von Verdi hatte die Lufthansa ein Angebot vorgelegt,  das für die ersten Monate Gehaltserhöhungen zwischen 0,4 und 0,6  Prozent in den ersten zwölf Monaten vorsieht. Die Lufthansa selbst  sprach von einem Angebot mit einer zweistufigen Gehaltserhöhung in  Höhe von 1,7 Prozent für die Lufthansa AG, in Höhe von 2,1 Prozent  für die Frachttochter Lufthansa Cargo und den IT-Dienstleister  Lufthansa Systems und im Umfang von 2,3 Prozent für die Lufthansa  Technik.

          Die Lufthansa durchläuft ein Spar- und Kürzungsprogramm. Der  Konzern will unter anderem weltweit 3500 Stellen in der Verwaltung  streichen und so zusammen mit anderen Schritten sein Ergebnis im  laufenden Geschäft um 1,5 Milliarden Euro verbessern.Mittwoch „kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt“.

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