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Tarikonflikt : Weiteres Gespräch um Hafenarbeiter-Löhne vereinbart

  • Aktualisiert am

Streikende Hafenarbeiter Anfang Juni in Hamburg. Jetzt kommt etwas Bewegung in den Tarifkonflikt. Bild: dpa

In den Tarifkonflikt kommt etwas Bewegung. Die Gewerkschaft Verdi und der Zentralverband deutscher Seehafenbetriebe wollen sich am Montag wieder an den Verhandlungstisch setzen.

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          In den Tarifkonflikt um die Entlohnung der Hafenarbeiter an Deutschlands Seehäfen kommt Bewegung. Die Gewerkschaft Verdi und der Zentralverband deutscher Seehafenbetriebe (ZDS) wollen sich am Montag zu einem weiteren Gespräch treffen, wie beide Parteien unabhängig voneinander der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Einen Ort und eine genaue Uhrzeit nannten beide zunächst nicht. Auch zu möglichen Inhalten äußerten sie sich nicht. „Wir sind natürlich offen für Gespräche, wollen den Gesprächsinhalten (...) aber nicht vorgreifen“, hieß es beim ZDS. Verdi erklärte mit Blick auf mögliche Inhalte, man wolle den Verhandlungsverlauf am Montag abwarten.

          Am vergangenen Donnerstag hatten Hafenarbeiter mit Beginn der Frühschicht mit einem 24-stündigen Warnstreik die Abfertigung von Container- und Frachtschiffen in Deutschlands großen Nordseehäfen weitgehend lahmgelegt. Betroffen waren die Häfen Hamburg, Emden, Bremen, Bremerhaven, Brake und Wilhelmshaven. Es war der zweite Warnstreik innerhalb von drei Wochen. Zuvor gab es bei den Hafenarbeitern viele Jahre lang keine Arbeitsniederlegungen.

          Nach dem Warnstreik war zunächst unklar, wie es weitergehen könnte in der Tarifauseinandersetzung für die rund 12000 Beschäftigten in den 58 tarifgebundenen Betrieben in Hamburg, Niedersachsen und Bremen. Verdi verlangte eine fünfte Verhandlungsrunde, der ZDS wollte dagegen ein Vermittlungsverfahren starten, hat sein Angebot zuletzt als „final“ bezeichnet.

          Im Kern geht es bei dem Streit um den Inflationsausgleich. Bei den klassischen Entgeltverhandlungen liegen Verdi und der ZDS nicht mehr so weit auseinander. Verdi fordert bei einer Tariflaufzeit von 12 Monaten eine Erhöhung der Stundenlöhne um 1,20 Euro sowie in Vollcontainerbetrieben eine Erhöhung der jährlichen Zulage um 1200 Euro. Der ZDS akzeptiert bei einer Tariflaufzeit von 18 Monaten eine Anhebung der Stundenlöhne um 1,20 Euro - im Autoumschlag um 90 Cent - und ist auch mit der Anhebung der Zulage um 1200 Euro einverstanden.

          Als Inflationsausgleich bietet der ZDS in Vollcontainer-Betrieben eine Einmalzahlung von 1000 Euro und in konventionellen Betrieben von 500 Euro an - was der Gewerkschaft Verdi zu wenig ist. Im Mai lag die Inflation in Deutschland bei 7,9 Prozent.

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