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Verdacht auf Geldwäsche : Schweiz sperrt Gelder von griechischem Ex-Minister

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Der frühere griechische Verteidigungsminister Akis Tsochadzopoulos wird nach der Urteilsverkündung Anfang März von Polizisten zurück ins Gefängnis gebracht. Bild: dpa

In Griechenland wurde der ehemalige Verteidigungsminister Tsohatzopoulos bereits zu acht Jahren Haft verurteilt. Auch die Schweizer Justiz ist alarmiert. Sie hat jetzt rund zehn Millionen Franken blockiert - wegen Verdachts auf Geldwäsche.

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          Die Ermittlungen gegen den früheren griechischen Verteidigungsminister Akis Tsohatzopoulos haben auch die Schweizer Justiz auf den Plan gerufen. In einer Strafuntersuchung wolle die Bundesanwaltschaft klären, ob Personen oder Banken in der Schweiz an Geldwäsche beteiligt seien, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Tätigkeitsbericht 2012 der Behörde. In dem Zusammenhang seien rund zehn Millionen Franken blockiert worden, ergänzte eine Sprecherin. Auslöser der Untersuchung waren Verdachtsmeldungen von verschiedenen Banken bei der Geldwäsche-Meldestelle, nachdem Tsohatzopoulos vor einem Jahr verhaftet worden war.

          Das Verfahren zeige, dass der Schweizer Finanzplatz missbraucht werden könne. „Dies birgt beachtliche Reputationsrisiken nicht nur für die involvierten Banken, sondern für die Schweiz insgesamt“, heißt es in dem Bericht.

          Ein griechisches Gericht hatte den Ex-Minister im März zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, weil er die Herkunft seines Vermögens nicht offenlegen wollte. Der sozialistische Politiker, der zuletzt 2004 einem Kabinett angehörte, bestreitet die Vorwürfe und will Berufung einlegen.

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