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Verbesserungsvorschläge : 10 Wünsche für den perfekten Baumarkt

Alles außer Tiernahrung Bild: picture alliance / Bodo Marks

Praktiker ist pleite. Zu Recht, denn die Welt hat bessere Baumärkte verdient. Wir hätten da ein paar Ideen.

          1. Mehr Schrauben

          Wenn es etwas gibt, wovon ein Mann nie genug haben kann, dann sind es Schrauben. Das Gleiche gilt für den Baumarkt. Gut, meist gibt es dort schon mindestens ein langes Regal voller Schloss-, Gewinde- und Blechschrauben, voller 4er-, 6er-, 8er-Schrauben mit Linsen-, Senk- oder Sechskantkopf.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Doch wieso hat mancher Baumarkt keine einzige Schraube mit Kreuzschlitz? Bei anderen gibt es 8er-Schrauben nur noch als Sechskant? Und wo ist eigentlich die Fließbohrschraube? Es braucht dringend mehr Auswahl. Dafür könnte man getrost auf drei verschiedene Regenwaldduschköpfe verzichten, die braucht nun wirklich niemand.

          2. Feinkost statt Masse

          Wo wir gerade bei den Schrauben sind: Es muss ja nicht immer gleich das Set mit 470 Teilen sein. Auch wenn man sich vielleicht wie ein Heimwerkerprofi fühlt, wenn man 470 identische Schrauben besitzt: So viele braucht man - jetzt mal ganz ehrlich - doch nie.

          In Supermärkten gibt es Käse, Milch und Schinken in kleinen Mengen. Dieses Prinzip sollten auch die Baumärkte beherzigen. In einigen Märkten kann man schon heute Schrauben, Nägel, Dübel und Muttern einzeln kaufen. Mehr davon!

          3. Sprachkurs für Mitarbeiter

          Fragt man im Baumarkt einen Mitarbeiter um Rat (wenn man einen findet), kann es einem gehen wie beim Arzt: Man versteht kein Wort. „Da nehmen Sie am besten eine Aderendhülsenzange mit ergonomisch geformten Griffschalen. Die finden Sie da hinten im Regal 74 B gleich neben den Krokodilklemmen.“ Wie bitte?

          Um so etwas zu verstehen, muss man nicht nur semiprofessioneller Handwerker sein, man muss auch den Baumarkt sehr genau kennen. Also, liebe Baumarkt-Mitarbeiter, sprecht bitte so, dass euch auch Anfänger folgen können. Vielleicht hilft ein Sprachkurs: Handwerker - Deutsch, Deutsch - Handwerker. Dann klingt das künftig vielleicht so: „Da brauchen Sie eine spezielle Zange für Elektroleitungen. Die finden Sie zwei Regale weiter auf der rechten Seite ganz unten. Ich zeige es Ihnen.“ Dankeschön!

          4. Sushi statt Würstchen

          Baumärkte brauchen dringend ein besseres kulinarisches Angebot. Einkaufen macht schließlich hungrig. Doch auf den Parkplätzen der Baumärkte wartet in der Regel nur eine Imbissbude, die entweder Bratwurst verkauft oder halbe Hähnchen. Warum kann dort stattdessen nicht mal ein Sushiladen aufmachen? Oder eine Suppenbar? Das wäre mal etwas anderes.

          5. Von Ikea lernen

          Werkzeuge, Leuchten, Farben, Bodenbeläge, Gartenmöbel, Sanitär: Zu wenig Schilder gibt es in Baumärkten nicht. Und doch läuft man ständig hin und her, weil vieles nie da steht, wo man es vermuten würde (was haben die Filzgleiter, die man unter Stühle klebt, um Kratzer im Boden zu verhindern, in der Metallabteilung zu suchen?). So sind die Hacken wund, bevor die Einkaufsliste auch nur ansatzweise abgearbeitet ist.

          Wie wäre es also mit einem Rundweg durch den Laden mit Pfeilen auf dem Boden wie bei Ikea? So kommt man zwangsläufig überall einmal vorbei - und wer dann noch mal zurück muss, ist wirklich selbst schuld. Eine Alternative wären Segways, die Elektroroller, auf denen man nicht sitzt, sondern steht und die man jetzt ständig bei Stadtführungen sieht. Die Dinger sehen zwar albern aus - aber das Herumirren im Baumarkt macht damit wenigstens Spaß.

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