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Hildegard Müller : Eine Frau für alle Fälle

Hildegard Müller Bild: Stefan Finger

Die neue Präsidentin des VDA verfügt über beste Kontakte in die Bundespolitik. Als ehemalige Managerin im Energiesektor spielt sie aber gleichzeitig auf Augenhöhe mit den Autokonzernchefs.

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          Als Hildegard Müller im Oktober ihren Vorstandsposten beim Energieversorger Innogy aufgeben musste, schickte sie Journalisten Briefe. Sie sei hoffnungsfroh, dass die Verbindung bestehen bleibe – „in welchem Zusammenhang auch immer“. Nun ist der Zusammenhang klar: Müller wird vom Februar an den Verband der Automobilindustrie (VDA) als Präsidentin führen. Bei dieser Personalentscheidung dürften auch ihre Verbindungen zur Bundesregierung eine Rolle gespielt haben.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Denn Müller, im Jahre 1967 im westfälischen Rheine geboren und in Düsseldorf zur Schule gegangen, werden beste Kontakte in die Politik nachgesagt. Seit Jugendtagen engagiert sie sich in der CDU, war erste Bundesvorsitzende der Jungen Union, Bundestagsabgeordnete und als Staatsministerin im Bundeskanzleramt eng mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vertraut. Aber die gelernte Bankkauffrau, die später Betriebswirtschaft studierte und vor der CDU-Karriere für die Dresdner Bank im Firmenkundengeschäft arbeitete, kann auch Wirtschaft. Bei Innogy hat sie seit Mai 2016 im Vorstand das Netzgeschäft geleitet, die wichtigste Ertragsquelle des Versorgers, der damals noch mehrheitlich zu RWE gehörte. Mit dem Innenleben von Konzernen, mit denen sie es nun in der Autoindustrie zu tun haben wird, wird sie sich also auskennen.

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