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Kirchenfinanzen : Vatikan verfügt über Vermögen von 3,8 Milliarden Euro

Mann der Transparenz: Papst Franziskus will eine geordnete Vermögensverwaltung für den Vatikan, auch wenn das nicht jedem passt. Bild: EPA

Lange prägte Geheimniskrämerei den Umgang der Päpste mit den eigenen Finanzdaten. Papst Franziskus will das ändern. Nun gibt es erstmals detaillierte Angaben zu den Anlagen des Vatikans.

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          Der Vatikan hat erstmals einen Überblick über einen Teil seiner Vermögensanlagen veröffentlicht, dazu auch eine tief reichende Analyse der Haushaltslage des Heiligen Stuhls nach dem Krisenjahr 2020. Aus den veröffentlichten Daten lässt sich ableiten, dass buchhalterisch die Bruttoanlagen des Vatikans rund 3,8 Milliarden Euro wert sind. Allerdings gibt es bei der Bewertung der Vermögensbestände des Vatikans große Unsicherheiten.

          Tobias Piller
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Die veröffentlichten Daten beziehen sich auf die Vermögensverwaltung APSA (Amministrazione del Patrimonio della Santa Sede), die offiziell im Jahr 1967 von Papst Paul VI. gegründet wurde und die seither nie eine Bilanz veröffentlicht hatte. In den Angaben für Ende 2020 ist nun die Rede von einem Bruttovermögen von rund 1,4 Milliarden Euro und einem Nettovermögen von 883 Millionen Euro. Dabei seien im vergangenen Jahr Rücklagen von 4,6 Millionen Euro aufgelöst worden und gleichzeitig aus den Erträgen 1,4 Millionen dem Vermögen zugeführt worden.

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