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Kirchenstaat : Vatikan-Finanzaufsicht tritt Anti-Geldwäsche-Gruppe bei

  • Aktualisiert am

Es tut sich was im Vatikan Bild: dpa

Es hat lang genug gedauert, aber der Kirchenstaat scheint sich in der Debatte um die Vatikanbank in Richtung internationaler Gepflogenheiten zu bewegen.

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          Die Finanzaufsicht des Vatikans (AIF) ist wenige Tage nach dem neuen Skandal um die Vatikanbank der internationalen Anti-Geldwäsche-Organisation Egmont beigetreten. Das Bündnis aus mehr als 130 nationalen Ermittlungsstellen ließ die AIF auf ihrer Plenartagung als neues Mitglied zu, wie der Vatikan am Mittwoch mitteilte. Das zeige „die Anerkennung der systematischen Bemühungen des Vatikans bei der Verfolgung und Bekämpfung von Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus“, sagte AIF-Direktor René Brülhart.

          Die 1995 gegründete Egmont-Gruppe ermöglicht den Mitgliedern den Austausch von Informationen zur Bekämpfung der Geldwäsche. Die AIF, die 2012 von Papst Benedikt eingesetzt wurde, soll vor allem die Vatikanbank im Auge behalten, die seit Jahren immer wieder wegen unsauberer Geschäfte in der Kritik steht. Das skandalgeplagte Institut steckt seit einigen Tagen tief in einem neuen Korruptionsskandal. Am vergangenen Freitag wurde ein hochrangiger Vatikan-Geistlicher festgenommen, am Montagabend traten der Direktor des Instituts und sein Vize zurück.

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