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Streit mit Kanada : Amerika verhängt 220 Prozent Strafzoll auf Bombardier-Flugzeuge

  • Aktualisiert am

Flugzeugwerk von Bombardier in Kanada Bild: AP

Die Vereinigten Staaten werfen Kanada unfaire Subventionierung des Flugzeugbauers vor. Auch engste Verbündete müssten sich an Regeln halten, sagt Amerikas Handelsminister. Die kanadische Regierung erkennt in dem Vorgehen einen anderen Plan.

          Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada verschärft sich weiter: Das amerikanische Handelsministerium kündigte am Dienstag an, kanadische Bombardier-Flugzeuge der C-Serie mit Strafzöllen von 220 Prozent zu belegen. Zur Begründung gab es an, Bombardier habe von unfairen staatlichen Subventionen profitiert.

          Betroffen sind zwei neue Mittelstreckenmaschinen von Bombardier, die CS100 mit 100 Plätzen und die CS300 mit 150 Plätzen. Sie sind direkte Konkurrenz für die B737 von Boeing.

          Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing hatte Ende April Beschwerde gegen Bombardier eingelegt. Er warf dem kanadischen Flugzeugbauer vor, die Maschinen unter Herstellungskosten zu verkaufen und dabei von mehr als drei Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) staatlicher Subventionen zu profitieren.

          „Die Vereinigten Staaten schätzen ihre Beziehungen zu Kanada, aber selbst unsere engsten Verbündeten müssen sich an die Regeln halten“, sagte amerikanische Handelsminister Wilbur Ross am Dienstag.Der Zoll wird nur erhoben, wenn er von der Internationalen Handelskommission den Vereinigten Staaten 2018 bestätigt wird.

          Die kanadische Außenministerin Chrysthia Freeland erklärte, das von den Vereinigten Staaten eingeleitete Wettbewerbsverfahren befinde sich noch im Anfangsstadium; Strafzölle könnten aber erst erhoben werden, wenn dieses abgeschlossen sei. Wahres Ziel des Verfahrens sei es, Bombardier aus dem amerikanischen Markt zu drängen, sagte Freeland weiter. Bombardier nannte den Strafzoll „absurd“.

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