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Allianz gegen Republikaner : Ariana Grande und Warren Buffett gegen Wahlgesetze

  • Aktualisiert am

Der Merck-Chef und Initiator der Proteste Kenneth Frazier Mitte März im Weißen Haus Bild: AFP

Der Widerstand gegen die von den Republikanern vorangetriebenen Wahlrestriktionen wird lauter. Eine Koalition aus Stars und Wirtschaftsbossen erhöht den Druck. Die Republikaner halten dagegen, Trump hat zum Boykott aufgerufen.

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          Warren Buffett, Ariana Grande, Google, George Clooney, McKinsey – eine bunte Koalition von Unternehmen, Topmanagern und Prominenten aus der Unterhaltungsindustrie hat sich zusammengetan, um gegen Wahlgesetze zu protestieren, die derzeit in den Vereinigten Staaten von der Republikanischen Partei vorangetrieben werden. In einer doppelseitigen Anzeige, die unter anderem in der „New York Times“ veröffentlicht wurde, sprachen sich die Unterzeichner gegen „diskriminatorische Gesetzgebung“ aus, die es wahlberechtigen Amerikanern erschwere, ihre Stimme abzugeben.

          Mit der öffentlichkeitswirksamen Aktion erhöht die amerikanische Wirtschaft ihren Druck auf die Republikaner. Auf deren Betreiben wurde kürzlich im Bundesstaat Georgia ein Gesetz verabschiedet, das Wahlrestriktionen vorsieht. Es enthält zum Beispiel zusätzliche Ausweispflichten, reduziert in manchen Landkreisen die Zahl designierter Briefkästen für Stimmzettel und verbietet es, an Menschen in den oft sehr langen Schlangen vor Wahllokalen Erfrischungen wie Wasserflaschen zu verteilen.

          Trump ruft zum Boykott auf

          Kritiker sagen, die neuen Regeln benachteiligten vor allem Schwarze und damit eine Gruppe, die mehrheitlich Demokraten wählt. In Texas und einer Reihe anderer Bundesstaaten sind ähnliche Änderungen des Wahlrechts in Vorbereitung. Der Getränkekonzern Coca-Cola und die Fluggesellschaft Delta Air Lines haben sich deutlich gegen das Gesetz in Georgia ausgesprochen, was ihnen heftige Kritik von Republikanern eingebracht hat. Der frühere Präsident Donald Trump hat zum Boykott der Unternehmen aufgerufen.

          Eine Gruppe von 72 prominenten schwarzen Managern hat schon vor zwei Wochen in einer Zeitungsanzeige auch andere Unternehmen aufgefordert, ihre Stimme zu erheben. Zu diesen Managern gehörten Kenneth Frazier, der den Pharmakonzern Merck & Co. führt, und Kenneth Chenault, der frühere Vorstandschef des Kreditkartenanbieters American Express.

          Sie sind nun auch die Initiatoren der neuen Aktion. Sie rekrutierten eine Reihe von Unternehmen wie Google, McKinsey, Apple, General Motors und Starbucks, einige Topmanager wie Microsoft-Vorstandschef Satya Nadella unterzeichneten persönlich, dazu kam Prominenz aus dem Showgeschäft. Neben Ariana Grande und George Clooney stehen auf der Liste auch Leonardo DiCaprio, Gwyneth Paltrow und Katy Perry.

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