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1200 Dollar Corona-Hilfe : Mehr als 100 Österreicher erhalten irrtümlich Schecks von Trump

  • Aktualisiert am

Ob Euro oder Dollar, in der Corona-Krise ist alles willkommen. Bild: Philippe Huguen/AFP

Eigentlich waren die Schecks als Corona-Hilfsprogramm für amerikanische Bürger gedacht, doch es gab etliche Datenpannen. Nun freuen sich auch Österreicher über ein unverhofftes Geldgeschenk.

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          Von Amerikas Präsident Donald Trump unterzeichnete Schecks zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind auch bei etlichen Österreichern gelandet. Mehr als 100 solcher Schecks über jeweils 1200 Dollar (rund 1000 Euro) wurden nach Angaben des ORF inzwischen bei Banken eingelöst.

          Zu den Empfängern zählt auch ein Rentner aus Linz in Oberösterreich, der einst für einige Jahre in den Vereinigten Staaten als Kellner gearbeitet hatte und nun eine kleine Rente aus Amerika bezieht. Er habe zuerst an einen schlechten Scherz geglaubt, schilderte der Mann in der ORF-Nachrichtensendung „ZiB2“ am Montagabend. Die Bank habe die Echtheit des Schecks aber überprüft, und wenig später habe er das Geld auf dem Konto gehabt.

          Auch Au-pairs, die wegen der Corona-Pandemie unlängst nach Österreich zurückgekehrt seien, hätten Schecks erhalten, heißt es in dem Bericht.

          Viele irrtümliche Auszahlungen

          Grund des Geldsegens könnte eine Datenpanne bei den amerikanischen Behörden sein. Die Regierung hatte Schecks an zahllose Menschen geschickt, gedacht als Hilfe in der Coronavirus-Krise. Amerikanische Bürger mit einem Jahresgehalt von bis zu 75.000 Dollar erhielten Schecks von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150.000 Dollar entsprechend 2400 Dollar.

          Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote. Offenbar hatten das Finanzministerium und die Steuerbehörde vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen.

          Das Geld wird jedenfalls im Fall des Rentners aus Linz zu einem guten Teil in die Vereinigten Staaten zurückfließen. Sollten die Reisebeschränkungen wieder fallen, werde er dort endlich mal wieder Urlaub machen, kündigte er an.

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