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Gasleitung nach Russland : Amerikas Regierung entspannt Streit um Nord Stream 2

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Ein wesentlicher Teil der neuen Gasleitung durch die Ostsee ist schon fertig. Bild: dpa

Washingtons Widerstand gegen die neue Ostsee-Gasleitung wird wohl kleiner. Ein Minister Trumps erklärt außerdem, wie Flüssiggas günstiger werden könnte.

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          Der stellvertretende amerikanische Energieminister Dan Brouillette hat sich zufrieden mit den deutschen Plänen zum Bau von Flüssiggas-Terminals gezeigt. Nach den heftigen Attacken der Regierung in Washington gegen die Nord-Stream-2-Ostseepipeline deutete er am Freitag in München zudem Entspannung an. „Die Europäer haben einen bemerkenswerten Fortschritt in ihrer (Gas)Infrastruktur gemacht“, sagte er nach einem Treffen mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

          Beide lägen „auf gleicher Wellenlänge“ bei dem Thema und teilten die Einstellung, dass Deutschland nicht abhängig von russischen Gasimporten werden dürfe. Zudem müsse die Ukraine Gas-Transitland bleiben. „Die Diskussion ist völlig anders als noch vor einem Jahr.“ Altmaier sagte seinerseits: „Das Projekt ist weit fortgeschritten. Ich gehe davon aus, dass es unter den neuen Bedingungen realisiert werden kann.“

          Brouillette räumte ein, dass die Frage der Abhängigkeit stark vom künftigen Gasbedarf Deutschlands abhänge. Wenn das Land tatsächlich aus der Atom- und Kohleenergie aussteige, werde es „bis in die 40er“ Jahre mehr Gas brauchen.

          Auch die amerikanische Regierung habe nichts dagegen, dass Russland einer der Gaslieferanten sei. Man sei auch nicht gegen Pipeline-Projekte.

          Es gehe Washington aber sehr wohl darum, die Abhängigkeit von Russland zu verhindern, das von Europa gleichzeitig als Bedrohung empfunden werde. Der Frage nach früher angedrohten Sanktionen gegen Nord Stream 2 wich er aus.

          Zugleich stellte er indes sinkende Preise für amerikanisches Flüssiggas in Aussicht. Derzeit gebe es an der amerikanischen Ostküste drei LNG-Terminals für den Export. „Bald könnten wir aber zehn haben“, sagte er.

          Die Vereinigten Staaten wollten Gas auch in Europa verkaufen. Dabei könnten aber auch andere LNG-Lieferanten wie Qatar konkurrieren. In jedem Fall sei die Entwicklung und Diskussion gut für europäische Verbraucher: Denn der russische Gaskonzern Gazprom habe bereits seine Preise gesenkt, damit Pipeline-Gas billiger als LNG-Gas bleibe.

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