https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/usa-prueft-verbot-chinesischer-apps-wie-tiktok-16849580.html

Streit um Ausspähung : Amerika prüft Verbot chinesischer Apps wie Tiktok

  • Aktualisiert am

Bei jungen Menschen beliebt: Ein Mädchen sieht sich in der Tiktok-App Videos von @lorengray an. Bild: dpa

Die Auseinandersetzung zwischen Amerika und China erreicht nun auch Teenager-Apps wie Tiktok. Während es in den Vereinigten Staaten zum Verbot kommen kann, zieht sich die chinesische Videoplattform aus Hongkong zurück.

          1 Min.

          Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo bringt ein Verbot von Soziale-Medien-Apps aus China wie Tiktok ins Spiel. „Es ist etwas, das wir uns anschauen“, sagte Pompeo dem Sender Fox News. Die vom chinesischen Unternehmen ByteDance vertriebene Video-App ist in der Volksrepublik selbst nicht auf dem Markt. Amerikanische Abgeordnete haben sich besorgt gezeigt über Tiktoks Umgang mit Nutzerdaten und befürchten eine Zusammenarbeit mit Chinas Geheimdiensten.

          Welchen Weg eine Auseinandersetzung mit China nehmen kann, hat gerade erst Indien gezeigt: Das Land hat gerade Tiktok und 58 weitere Apps aus China verboten. Zuvor hatte es umfangreichen Protest in Indien gegen China gegeben. 

          Tiktok hat erklärt, man werde Zensurgesuche oder Bitten um Nutzer-Daten der chinesischen Regierung nicht Folge leisten. Aus Angst vor dem neuen Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong zieht sich Tiktok nun aus der chinesischen Sonderverwaltungsregion zurück. ByteDance bestätigte der Zeitung „21 Century Herald“ am Dienstag den Rückzug. Die zensierte und in der Volksrepublik verfügbare chinesische Plattform-Version „Douyin“ werde in der ehemals britischen Kronkolonie aber weiter betrieben.

          Internationale Internetkonzerne und Chatplattformen wie Facebook, Whatsapp, Google, Twitter und Telegram kündigten an, mögliche Anfragen Hongkonger Behörden, Daten von Nutzern für Ermittlungen zur Verfügung zu stellen, vorerst nicht zu bearbeiten. Facebook teilte mit, vor weiteren Entscheidungen zunächst Menschenrechtsexperten über die Auswirkungen des neuen Gesetzes konsultieren zu wollen.

          Weitere Themen

          Nicht mehr ganz so Giga

          Tesla-Fabrik in Grünheide : Nicht mehr ganz so Giga

          Die Produktion stockt, die Personalsuche auch: Bei Tesla läuft es nicht rund. Jetzt formiert sich auch noch Widerstand gegen die Erweiterung des Werks, denn der Wald, der dort jetzt steht, war nie als Gewerbefläche gedacht.

          Verona rationiert Trinkwasser wegen Dürre

          Italien : Verona rationiert Trinkwasser wegen Dürre

          Verona ist bislang die größte Stadt in Italien, die wegen der anhaltenden Trockenheit den Trinkwasserverbrauch drosselt. Wer bestimmte Verbote missachtet, dem droht ein Bußgeld bis zu 500 Euro.

          Topmeldungen

          Nicht mehr ganz so glänzend: Neue Tesla-Autos in der staubigen Grünheider Landschaft

          Tesla-Fabrik in Grünheide : Nicht mehr ganz so Giga

          Die Produktion stockt, die Personalsuche auch: Bei Tesla läuft es nicht rund. Jetzt formiert sich auch noch Widerstand gegen die Erweiterung des Werks, denn der Wald, der dort jetzt steht, war nie als Gewerbefläche gedacht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.