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Streit um Ausspähung : Amerika prüft Verbot chinesischer Apps wie Tiktok

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Bei jungen Menschen beliebt: Ein Mädchen sieht sich in der Tiktok-App Videos von @lorengray an. Bild: dpa

Die Auseinandersetzung zwischen Amerika und China erreicht nun auch Teenager-Apps wie Tiktok. Während es in den Vereinigten Staaten zum Verbot kommen kann, zieht sich die chinesische Videoplattform aus Hongkong zurück.

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          Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo bringt ein Verbot von Soziale-Medien-Apps aus China wie Tiktok ins Spiel. „Es ist etwas, das wir uns anschauen“, sagte Pompeo dem Sender Fox News. Die vom chinesischen Unternehmen ByteDance vertriebene Video-App ist in der Volksrepublik selbst nicht auf dem Markt. Amerikanische Abgeordnete haben sich besorgt gezeigt über Tiktoks Umgang mit Nutzerdaten und befürchten eine Zusammenarbeit mit Chinas Geheimdiensten.

          Welchen Weg eine Auseinandersetzung mit China nehmen kann, hat gerade erst Indien gezeigt: Das Land hat gerade Tiktok und 58 weitere Apps aus China verboten. Zuvor hatte es umfangreichen Protest in Indien gegen China gegeben. 

          Tiktok hat erklärt, man werde Zensurgesuche oder Bitten um Nutzer-Daten der chinesischen Regierung nicht Folge leisten. Aus Angst vor dem neuen Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong zieht sich Tiktok nun aus der chinesischen Sonderverwaltungsregion zurück. ByteDance bestätigte der Zeitung „21 Century Herald“ am Dienstag den Rückzug. Die zensierte und in der Volksrepublik verfügbare chinesische Plattform-Version „Douyin“ werde in der ehemals britischen Kronkolonie aber weiter betrieben.

          Internationale Internetkonzerne und Chatplattformen wie Facebook, Whatsapp, Google, Twitter und Telegram kündigten an, mögliche Anfragen Hongkonger Behörden, Daten von Nutzern für Ermittlungen zur Verfügung zu stellen, vorerst nicht zu bearbeiten. Facebook teilte mit, vor weiteren Entscheidungen zunächst Menschenrechtsexperten über die Auswirkungen des neuen Gesetzes konsultieren zu wollen.

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