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Hackerangriff auf Pipeline : Lösegeld für das schwarze Gold

Cybergangster kommen nicht durchs Tor: Tankanlagen an einer Abzweigung im Pipeline-System von Colonial im Bundesstaat Alabama Bild: Bloomberg

Eine Cyberattacke in den Vereinigten Staaten beeinträchtigt den Transport von Öl. Sollten die Folgen anhalten, könnten auch hierzulande Öl und Benzin nochmal teurer werden.

          3 Min.

          Dramatische Ereignisse in Amerika beschäftigen nicht nur den globalen Ölmarkt: Ein Hackerangriff vom Freitag auf ein Pipeline-Unternehmen in den Vereinigten Staaten ließ in aller Welt den Ölpreis steigen und sorgt zudem für Befürchtungen, auch in Deutschland könnten ähnliche Angriffe schweren Schaden anrichten. Vor allem wenn die Unterbrechung der Ölversorgung länger als fünf Tage dauere, müsse man mit steigenden Preisen rechnen, sagte Giovanni Staunovo, Ölanalyst der Bank UBS.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.
          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die betroffene Colonial Pipeline Company hat am Montag noch keinen Zeitpunkt genannt, von wann an sie ihr Pipelinesystem wieder in Betrieb nehmen kann. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben an einem Plan, der zunächst kleinere Abschnitte öffnet, die Hauptrohre aber geschlossen lässt. Colonial ist das Ziel eines Hackerangriffs geworden und hatte als Vorsichtsmaßnahme den Betrieb eingestellt. Das Unternehmen versorgt die Ostküste der Vereinigten Staaten mit Benzin, Flugbenzin und Diesel aus Raffinerien in Texas und Lagertanks entlang der Pipeline. Sie stellt rund 45 Prozent der Treibstoffversorgung der Ostküste sicher, die Hauptrohrsysteme führen von Texas und Louisiana nach New Jersey. Colonial ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem Royal Dutch Shell, Koch Industries und Finanzinvestoren beteiligt sind.

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