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Amerikanische Zentralbank : Fed kauft weiter Anleihen im gewohnten Umfang

Fedchef Jerome Powell Mitte Juli bei einer Anhörung im Capitol Bild: AFP

Die Federal Reserve bleibt bei ihrem Kaufprogramm für Anleihen. Auch den Leitzins verändert sie zunächst nicht. So soll die Wirtschaft weiter angekurbelt werden. Die Inflation fällt stärker aus als von den Notenbankern erwartet.

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          Die amerikanische Zentralbank hält an ihrem Anleihekaufprogramm fest und belässt den Leitzins in der Bandbreite zwischen 0 und 0,25 Prozent. Das haben die Notenbankgouverneure in der zweitägigen Sitzung des Offener-Markt-Ausschusses beschlossen und am Mittwoch bekannt gegeben. Die Formulierung in der offiziellen Stellungnahme zu den Anleihekäufen lässt aber die Interpretation zu, dass die Zentralbanker in den nächsten Sitzungen jeweils prüfen wollen, ob die Fortdauer der quantitativen Lockerung im aktuellen Umfang angesichts der strammen wirtschaftlichen Erholung in Amerika noch gerechtfertigt ist.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Die Federal Reserve stockt auf Grundlage eines Beschlusses vom vergangenen Dezember Monat für Monat ihr Portfolio um Staatsanleihen im Wert von mindestens 80 Milliarden Dollar und um Hypothekenanleihen im Wert von mindestens 40 Milliarden Dollar auf. Fed-Chef Jerome Powell stellte in der Pressekonferenz am Mittwoch die Nützlichkeit des Programms bei der Stützung der Wirtschaft und der Versorgung der Finanzmärkte heraus. Man werde Sitzung für Sitzung prüfen, ob die Voraussetzungen für das Programm noch gegeben seien und vor allem den Finanzmärkten früh signalisieren, wenn die Käufe gedrosselt werden sollten: „Da sind wir aber nicht!“, hob Powell hervor.

          Powell sieht Inflation bei Transportgütern und Reisen

          Der Fed-Chef erwartet, dass die Inflation in den nächsten Monaten die Zielmarke von zwei Prozent übertreffen werde. Die Preissteigerungen seien stärker ausgefallen als erwartet, räumte er ein. Das ändert aber nichts am Urteil der Fed-Banker, dem zufolge die Effekte vorübergehend sind. Laut Powell geht die Inflation auf eine Handvoll Produkte wie Autos und Urlaubsreisen zurück, sei aber keineswegs flächendeckend. Die langfristigen Inflationserwartungen entsprechen immer noch dem Inflationsziel. Der neue geldpolitische Rahmen erlaubt der Fed, für einige Zeit Inflationsraten oberhalb von zwei Prozent zu dulden ohne zu intervenieren, solange langfristig die Zwei-Prozent-Marke gesichert scheint.

          Powell und seine Kollegen wollen auch deshalb weiter an der lockeren Geldpolitik festhalten, weil sie noch großes Verbesserungspotential im Arbeitsmarkt sehen. Die letzte Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent spiegele nicht die komplette Realität wider. So haben sich viele zumindest vorübergehend aus dem Arbeitsmarkt verabschiedet. Maximale Beschäftigung ist neben Preisstabilität das zweite Ziel der Fed. Eine konkrete Kennziffer dafür nennt die Fed aber nicht mehr.

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