https://www.faz.net/-gqe-9hoco

Amerikanischer Rekord : 200 Milliarden Dollar Defizit – im November

  • Aktualisiert am

Um Amerika wieder „großartig“ zu machen, akzeptiert Donald Trump viele neue Schulden. Bild: AP

Unter der Führung von Donald Trump machen die Vereinigten Staaten viele neue Schulden. Ein Ende ist nicht in Sicht.

          Obwohl sich die amerikanische Wirtschaft weiter robust entwickelt und die Arbeitslosigkeit niedrig ist, nimmt die Regierung viele neue Schulden auf, um Ausgaben zu finanzieren. Im November haben sich ihre Ausgaben auf 411 Milliarden Dollar belaufen, teilte das Finanzministerium in Washington mit, die Einnahmen hingegen auf 206 Milliarden Dollar. Das infolgedessen entstandene Defizit in Höhe von mehr als 200 Milliarden Dollar ist das höchste jemals in einem November gemachte.

          Zur selben Zeit des vergangenen Jahres betrug es noch 139 Milliarden Dollar. Gestiegen sind besonders die Ausgaben für das Militär und für die Zinsen, die Amerika zahlen muss für seine Schulden.

          Die vom Präsidenten Donald Trump geführte Administration akzeptiert damit weiterhin einen merklichen Zuwachs der amerikanischen Verschuldung. Im Ende September zu Ende gegangenen Haushaltsjahr erzielte sie ein Defizit in Höhe von 780 Milliarden Dollar.

          Fachleute sehen dies vor allem deshalb kritisch, weil sich die amerikanischen Wirtschaft seit Jahren schon sehr robust entwickelt. Ökonomen empfehlen durch Schulden finanzierte Steuersenkungen oder Ausgabensteigerungen hingegen tendenziell dann, wenn die Wirtschaft in einer Krise steckt und die Arbeitslosigkeit hoch ist – in der Hoffnung, Schwächephasen hierdurch schneller überwinden zu können.

          Die staatlichen Ausgaben und Einnahmen im Oktober hinzugerechnet, ergibt sich für das neue Haushaltsjahr der Vereinigten Staaten bislang ein Defizit in Höhe von mehr als 300 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr betrug die entsprechenden Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen mit 200 Milliarden Dollar noch 100 Milliarden Dollar weniger.

          Weitere Themen

          Die breiten Massen bleiben zurück

          Weltwirtschaftsforum : Die breiten Massen bleiben zurück

          Gesellschaften driften auseinander: Während in informierteren Schichten Optimismus herrscht, sind andere systemkritischer und skeptischer denn je, zeigt eine neue Studie. Auch in Deutschland.

          „Was in Davos passiert, bleibt auch in Davos“ Video-Seite öffnen

          Weltwirtschaftsforum : „Was in Davos passiert, bleibt auch in Davos“

          Zum Start des Weltwirtschaftsforums im Schweizer Skiort Davos stellt sich die Frage: Wird es in diesem Jahr ohne Trump, May und Macron langweilig? Nein, sagen die F.A.Z.-Korrespondenten vor Ort und liefern die Begründung gleich mit.

          Topmeldungen

          Der technische Fortschritt löst auch Ängste aus

          Weltwirtschaftsforum : Die breiten Massen bleiben zurück

          Gesellschaften driften auseinander: Während in informierteren Schichten Optimismus herrscht, sind andere systemkritischer und skeptischer denn je, zeigt eine neue Studie. Auch in Deutschland.
          Starker Rückhalt: Andreas Wolff im Tor der Deutschen.

          Handball-WM : Deutschlands hart erarbeitetes Halbfinal-Glück

          Das Duell mit Kroatien ist Handball hardcore. Mit Leidenschaft und Teamwork gewinnen die Deutschen ein Drama und stehen im WM-Halbfinale. Doch eine schwere Verletzung trübt die Freude.

          Brexit-Kommentar : Mays Plan B ist Plan A

          Bei keiner wichtigen Frage änderte Premierministerin May ihre Haltung. Sie will nun wieder reden – mit den Abgeordneten und der EU. Dass es jetzt schnell gehen muss, kann sogar ein Vorteil sein.

          Personalie Patzelt : Zwischen den Fronten

          Werner Patzelt soll der sächsischen CDU helfen, ihr Wahlprogramm auszuarbeiten. Seit das feststeht, ist um ihn eine Kontroverse entbrannt – die auch alte Konflikte mit der TU Dresden wieder befeuert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.