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US-Sanktionen gegen Huawei : China hat den Löwen geweckt

Joe Bidens (rechts) jüngstes Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping mag die Rhetorik entschärfen, den Konflikt löst es nicht. Bild: Reuters

Washington ist wild entschlossen, China in Schach zu halten. Die Entschlossenheit speist sich aus Enttäuschungen und Misstrauen. Für chinesische Konzerne wird es schwer.

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          Das politische Klima im amerikanischen Kongress ist vergiftet. Doch es gibt eine Zone der Harmonie. Demokraten und Republikaner sind wild entschlossen, China in Schach zu halten. Wenn es gegen China geht, dann darf Präsident Joe Biden auf parteiübergreifende Zustimmung zählen.

          Sein jüngstes Gespräch mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping mag helfen, die Rhetorik zu mä­ßigen. Doch die USA werden nicht nachlassen, Druck auf China auszuüben. Die Entschlossenheit speist sich aus Enttäuschungen und Misstrauen.

          China hat aus amerikanischer Sicht zentrale Vereinbarungen gebrochen, wenn es um Industriespionage, den Schutz geistigen Eigentums und die Marktöffnung geht. Das Bestreben Chinas, sich Taiwan und damit den wichtigsten Halbleiterproduzenten ein­zuverleiben, verstärkt die Ablehnung.

          Dass China heimlich weiter Russland stützt, trägt ebenfalls nicht zur Entspannung bei. Amerika schneidet China von sensibler Technologie ab und versucht, sich selbst von chinesischen Lieferungen unabhängig zu machen. Peking muss sich nicht wundern, es hat den Löwen geweckt.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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