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Amerikanischer Saatgutkonzern : Monsanto turtelt mit BASF und Bayer

  • Aktualisiert am

Ein Landwirt versprüht Unkrautvernichtungsmittel auf einem Feld in Brandenburg Bild: dpa

Im vergangenen Sommer wollte der weltgrößte Saatguthersteller Monsanto den Schweizer Pflanzenschutzspezialisten Syngenta übernehmen. Der Versuch scheiterte. Jetzt interessiert sich Monsanto für das Pflanzenschutzgeschäft von Bayer und BASF.

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          Nach der Niederlage im Bieterwettbewerb um das Schweizer Agrarunternehmen Syngenta will sich der amerikanische Saatgutkonzern Monsanto nach Angaben informierter Kreise möglicherweise mit dem Zukauf von Unternehmensteilen der deutschen Wettbewerbers BASF und Bayer verstärken.

          Demnach hat Monsanto mit dem bevorzugten Partner BASF den Erwerb von dessen Pflanzenschutzsparte sowie mögliche Partnerschaften besprochen. Eine Einigung mit dem Konzern aus Ludwigshafen sei dabei nicht erzielt worden, sagte eine der informierten Personen. Bei den Gesprächen mit Bayer sei es um den Ankauf von Geschäftsaktivitäten oder um Gemeinschaftsprojekte gegangen.

          Erst vor kurzem hätten sich Entscheidungsträger von Monsanto und Bayer in Chicago getroffen, hieß es. Man habe über den Verkauf von zwei Pflanzenschutzbereichen von Bayer an den amerikanischen Konzern gesprochen, sagte eine der informierten Personen, darunter eine für Baumwollpflanzungen. Die Gespräche seien noch im Gang und könnten möglicherweise auf den Erwerb des gesamten Pflanzenschutzgeschäfts von Bayer ausgeweitet werden, hieß es.

          Die Gespräche mit dem Leverkusener Dax-Konzern könnten Monsanto dazu verhelfen, im Konsolidierungsprozess der Branche eine Rolle zu spielen, hieß es. Sie könnten aber auch dazu dienen, BASF unter Druck zu setzen. Vertreter von Monsanto, Bayer und BASF wollten sich nicht zu dem Thema äußern.

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