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Wegen 737 Max : Boeing verliert wohl Titel des weltgrößten Flugzeugbauers an Airbus

  • Aktualisiert am

Airbus fliegt Boeing davon. Bild: AP

Zum ersten Mal seit acht Jahren dürfte Boeing weit hinter den europäischen Konkurrenten zurückfallen. Das Minus der Amerikaner bei den Auslieferungen ist beträchtlich, Airbus legt hingegen zu.

          Der amerikanische Konzern Boeing dürfte wegen des anhaltenden Flugverbots für seinen Bestseller 737 Max den Titel als weltgrößter Flugzeugbauer an den europäischen Rivalen Airbus verlieren. Die Auslieferungen seien im ersten Halbjahr um 37 Prozent auf 239 Maschinen eingebrochen, teilte Boeing am Dienstag mit. Airbus dagegen meldete die Auslieferung von 389 Flugzeugen, 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit dürfte Boeing 2019 erstmals seit acht Jahren wieder hinter den europäischen Konkurrenten zurückfallen.

          Die Unglücksflieger vom Typ 737 Max kann Boeing nicht mehr ausliefern, seit im März weltweit Startverbote verhängt wurden. Bei den zuletzt zugestellten Fliegern handelt es sich um ältere 737-Modelle.

          Nach zwei Abstürzen baugleicher Flugzeuge in Indonesien und Äthiopien, bei denen innerhalb weniger Monate insgesamt 346 Menschen starben, wurde Boeings 737-Max-Serie vorerst aus dem Verkehr gezogen. Bis zur weiteren Klärung der Unfallursachen und zur Behebung von Software-Problemen ist unklar, wie es weitergeht.

          Boeing ist mit Klagen und Ermittlungen konfrontiert. Der Konzern steht im Verdacht, die Flugzeuge wegen hohen Konkurrenzdrucks überstürzt auf den Markt gebracht und die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Erste Untersuchungsberichte deuteten auf einen Softwarefehler als entscheidende Absturzursache hin.

          Schon 2018 hatte Boeing seine Rolle als weltgrößter Flugzeugbauer nur noch knapp verteidigen können. Der amerikanische Konzern lieferte insgesamt 806 Verkehrsflugzeuge aus. Airbus kam auf 800 Maschinen. Boeing verfehlte dabei das selbst gesetzte Ziel, 810 bis 815 Flugzeuge an seine Kunden zu übergeben. Während die Amerikaner sich im Vergleich zu 2017 um über 40 Maschinen steigerten, legte Airbus um gut 80 Jets zu.

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