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Von der Leyens EU-Kommission : Eine neue Ära in Brüssel

Ein Küsschen links, ein Küsschen rechts: Der alte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wünscht seiner Nachfolgerin Ursula von der Leyen alles Gute. Bild: AFP

Unter der Ägide von Ursula von der Leyen nimmt die neue EU-Kommission ihre Arbeit auf. An großen Projekten mangelt es nicht, doch der Rückhalt in Brüssel könnte größer sein.

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          Nun also ist Kistenpacken angesagt. Nach ihrer Wahl zur Kommissionspräsidentin hat Ursula von der Leyen mit ihrem „Übergangsteam“ direkt nebenan vom Hauptsitz der Europäischen Kommission, dem Berlaymont, einige Büroräume zugewiesen bekommen, um das neue Amt vorbereiten zu können. An diesem Samstag werden die Sachen im Charlemagne-Gebäude zusammengepackt. Von der Leyen zieht ein. Genau fünf Monate, nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron die Deutsche auf einem denkwürdigen Gipfeltreffen in Brüssel als Kandidatin vorgeschlagen hat, können sie und ihre 26 Kommissare die Deckel der Umzugskisten im 13. Stock des Berlaymont wieder öffnen.

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Anders als ihr Vorgänger Jean-Claude Juncker bezieht von der Leyen im wahrsten Sinne des Wortes Quartier im Zentrum des Brüsseler EU-Distrikts. Die 61 Jahre alte Christdemokratin wird im Berlaymont wohnen. Das erfordert einige Umbauarbeiten. Es gibt im Berlaymont zwar Duschen, aber keine „Einbauwohnung“ im Präsidententrakt. Es ist ein nüchternes Arrangement. Schon von Berlin aus ist von der Leyen regelmäßig in die Heimat ins niedersächsische Burgdorf-Beinhorn gependelt. Dabei ist auch Brüssel „Heimat“ für sie. „Nicht nur geboren, aufgewachsen bin ich hier“, betont sie im Gespräch in kleiner Runde. „Es fühlt sich enorm stark so wie eine Rückkehr nach Zuhause an.“

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