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Von der Leyen in Berlin : Die gütige Gabenbringerin aus Brüssel

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (links) mit Kanzlerin Angela Merkel nach ihrem Treffen in Berlin Bild: EPA

Ursula von der Leyen kommt aus Europas Hauptstadt nach Berlin. Neben monetären Zusagen in Milliardenhöhe bringt die EU–Kommissionspräsidentin auch noch viele freundliche Worte mit sich.

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          Die frohe Botschaft überbringt Ursula von der Leyen dann doch lieber selbst. „Die Europäische Kommission hat heute grünes Licht für den deutschen Wiederaufbauplan gegeben“, verkündet die Präsidentin aus Brüssel an ihrer alten politischen Wirkungsstätte. „25,6 Milliarden Euro werden dadurch nach Deutschland fließen“, sagt sie an der Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihrer Chefin in ihrer Zeit als Bundesministerin. Die Kommissionschefin fand freundliche Worte für die deutschen Absichten. Mehr als die Hälfte der Mittel investiere Berlin in die Digitalisierung. „Damit liegt Deutschland europaweit an der Spitze.“ Darüber hinaus lobte sie, dass 42 Prozent der Mittel in nachhaltige Projekte flössen.

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Von Berlin aus reiste von der Leyen am Dienstag weiter nach Rom. Die Kommissionspräsidentin befindet sich momentan auf einer Art „Europa-Tour“ von einer europäischen Hauptstadt in die nächste, um dort die Genehmigung der jeweiligen Aufbaupläne durch die EU-Behörde zu überbringen. Die erste Etappe führte sie am Mittwoch vergangener Woche nach Lissabon und Madrid. Die beiden Länder waren die ersten, die ihre nationalen Aufbaupläne im April vorgelegt haben. Am Tag darauf folgten Kopenhagen, Athen und Luxemburg. Formal ist die Rundreise nicht nötig. Es gehe von der Leyen aber darum, klarzustellen, wo das Geld herkomme, wem die Staaten also zur Dankbarkeit verpflichtet seien, sagen böse Stimmen in der Kommission.

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