https://www.faz.net/-gqe-a6l5q

Urlaub : Diese Reiseziele sieht TUI 2021 vorn

Ausstieg auf Kos: Die griechische Insel soll auch 2021 zu den beliebten Ziele gehören. Bild: Reuters

Corona wirbelt auch die Reisebranche durcheinander: TUI ändert nun sein Preismodell für die Pauschalreisen. Für den kommenden Sommer sieht der Reiseveranstalter besonders zwei Ziele vorn.

          2 Min.

          Im Winter buchen, im Sommer reisen – und dazwischen Monate lang dem Urlaub entgegenfiebern – so handelten nicht nur beim Reisekonzern TUI viele Kunden über Jahre. Schließlich gibt es für Frühbucher-Rabatte. Doch die wirken in der Corona-Pandemie weniger verlockend. TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak will trotzdem verhindern, dass Kunden noch Monate mit der Buchung zögern, weil sie nicht sicher sind, ob ein gewünschter Urlaub stattfinden kann.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seine Lösung: Was für Flugtickets längst Alltag ist, soll nun auch für Pauschalreisen gelten. TUI führt im Januar für Urlaubspakete mit Flug, Unterkunft und Zusatzleistungen verschiedene Tarife ein – einen für die Traditionalisten, die wie gehabt buchen und beim Rücktritt die üblichen Stornogebühren zahlen müssen, und einen für die Zögernden, die gegen einen höheren Preis sich die Flexibilität kaufen können, später ihre Reisepläne nochmal zu überdenken. Für einen Großteil des TUI-Pauschalreisesortiments wird es also künftig zwei Preise geben.

          „Die Menschen wollen reisen“, ist Andryszak überzeugt. „Ich bin mir recht sicher, dass wir 2022 das Niveau von 2019 wieder erreichen können“; sagte er am Dienstag in einer Onlineveranstaltung. Vor der Pandemie brachen mit TUI samt der Konzern-Kreuzfahrtsparte mehr als sieben Millionen Urlauber in Deutschland auf. Schon im Laufe des kommenden Jahres werde es eine „deutliche Erholung“ geben.

          Flexibel statt billig

          Doch in der normalerweise anlaufenden Frühbucherphase hilft diese Prognose wenig. Kunden wollten zwar Urlaub machen. „Sie können es aber aktuell nicht, oder sie trauen sich noch nicht wieder“, sagte Andryszak. Mit der neuen Tauschmöglichkeit gegen Aufpreis soll bei TUI aus der Ungewissheit der Kunden ein Geschäft werden. Die Konzernmarktforscher wollen ermittelt haben, dass Kunden vor allem Flexibilität wichtig sei neben der Sicherheit im Urlaub, erst danach folge der bislang dominierende Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Deshalb kommt nun für Pauschalreisen die Tarifwahl wie für reine Flugtickets.

          Bei der Zielauswahl stellt sich der Konzern darauf ein, dass Urlauber im Sommer 2021 mehr noch als bisher zu Inlandszielen oder in die Mittelmeerregion reisen werden – und vorerst weniger in den Rest der Welt. Erste Tendenzen zeigten, dass insbesondere Griechenland – und dort vor allem die Inseln Kreta, Rhodos, Kos und Korfu – wieder stark nachgefragt werde, sagte Andryszak.

          2020 führte jede vierte TUI-Reise nach Hellas, wie Touristik-Geschäftsführer Stefan Baumert sagte. „Das liegt auch daran, dass Griechenland verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen ist“; begründete Baumert den zuvor nie erreichten Anteil. Spanien war hingegen im Spätsommer wegen steigender Infektionszahlen wieder zum Risikogebiet geworden. Das sollte sich 2021 nicht wiederholen. „Wir sind überzeugt, dass Spanien wieder zur Nummer eins unter den Zielen wird“, sagte Baumert.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Söder am Dienstag in München

          Entscheidung für Laschet : Wie Söder sich verkalkuliert hat

          Tagelang hatte es so ausgesehen, als könnte Markus Söder sich im Ringen um die Kanzlerkandidatur durchsetzen. Doch Armin Laschet gelang es offenbar am Sonntagabend, das Blatt zu wenden – bei einem denkwürdigen Zusammentreffen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.