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Urbaner Umweltschutz : Was Städte für saubere Luft tun wollen

  • -Aktualisiert am

Oh wie schön ist Herrenberg – eine der Modellstädte für das Programm „Saubere Luft“. Bild: Ullstein

Mit ganz unterschiedlichen Ideen versuchen fünf Modellstädte, den Verkehr intelligenter zu regeln. Ein populärer Ansatz ist aber verschwunden.

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          Bürgerbusse, Tempo 30 oder Geld für den Kauf von Elektrofahrrädern: wie die deutschen Großstädte mit Staus auf den Straßen, überfüllten Bussen und zu hohen Stickstoffdioxid-Grenzwerten umgehen, soll sich in Herrenberg zeigen. Das Ziel lautet: weniger Auto. „Wir wollen das Auto nicht verteufeln, aber die alternativen Verkehrssysteme so attraktiv machen, dass der Umstieg lohnt“, sagt Baubürgermeister Tobias Meigel der F.A.Z. Die Stadt mit 31.000 Einwohnern gehört zu den fünf Modellstädten, die sich die Bundesregierung für ihr „Sofortprogramm Saubere Luft“ ausgesucht hat.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft.

          In Herrenberg treffen mehrere Bundesstraßen aufeinander, Ausweichmöglichkeiten gibt es kaum. Angesichts der beengten Innenstadt stößt für Meigel klassische Verkehrsplanung an ihre Grenzen. Auf den zentralen Hauptachsen müssen Autofahrer immer wieder halten und kommen nur langsam voran. „Das Anfahren pustet den größten Dreck hinaus“, sagt er. Für einen gleichmäßigeren Verkehr plant die Stadt Tempo 30, mehr Platz für Linksabbieger sowie gemeinsame Bus- und Fahrradspuren. Ein digitales, dynamisches Verkehrssystem soll Autofahrern eine grüne Welle ermöglichen und ihnen aktuell anzeigen, in welcher Geschwindigkeit sie durch die Stadt ohne Stoppen gelangen. Lastwagen will die Stadt die Durchfahrt verbieten, deren Ziel außerhalb der Ortsgrenzen liegt.

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