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Steuerentlastungsgesetz : Eine Familie bekommt 900 Euro

Hilfe angesichts höherer Energiepreise: Eltern erhalten einen Bonus von 100 Euro je Kind. Bild: Insa Hagemann

Die Koalition handelt, weil die Inflation viel höher ist als gedacht. Aber so richtig glücklich ist trotzdem keiner.

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          Höherer Grundfreibetrag, höherer Arbeitnehmerpauschbetrag, höhere Entfernungspauschale für Fernpendler plus einmalige Energiepreispauschale und Kinderbonus – das Maßnahmenpaket, mit dem die Ampel auf die beschleunigte Geldentwertung nicht zuletzt infolge stark gestiegener Energiepreise reagiert, geht in die richtige Richtung, aber die Entlastung ist in ihrer Wirkung zu gering und der Weg dorthin teilweise zu umständlich. So urteilen Verbände und Sachverständige in ihren Stellungnahmen für den Bundestag. An diesem Montag befragt sie der Finanzausschuss.

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Das geplante Steuerentlastungsgesetz 2022 entlastet nach Berechnungen von Frank Hechtner von der Universität Nürnberg eine Familie mit zwei Kindern in der Spitze um knapp 900 Euro im Jahr. Wenn beide arbeiten, erhalten beide die Energiepauschale von 300 Euro, hinzu kommt der Kinderbonus von zweimal 100 Euro. Das allein sind bei Geringverdienern 800 Euro mehr im Jahr. Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, den Grundfreibetrag um 363 Euro zu erhöhen und den Arbeitnehmerpauschbetrag um 200 Euro aufzustocken. Das entlastet die Eheleute nochmals.

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