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Hauptverfahren eröffnet : Richter prüfen VW-Betriebsratssalär

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. Bild: Reuters

Das Landgericht Braunschweig eröffnet Verfahren gegen vier leitende Personalmanager des Unternehmens wegen Untreueverdachts.

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          Das Landgericht Braunschweig hat eine Anklage gegen drei ehemalige und einen aktuellen Volkswagen-Personalmanager auf Ebene des Konzerns und der Marke VW wegen mutmaßlich überhöhter Bezahlung von Betriebsräten zugelassen. Das Hauptverfahren wegen des Verdachts der Untreue beziehungsweise der Untreue in besonders schwerem Fall sei eröffnet worden, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts vom Dienstag. Die Angeklagten sollen mitverantwortlich für die Festlegung der Gehälter und Bonuszahlungen an die Betriebsratsmitglieder – darunter auch VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh – gewesen sein. Die Termine zur Hauptverhandlung sollen jetzt in Absprache mit den am Verfahren Beteiligten festgelegt werden.

          Mehr als 5 Millionen Euro Schaden

          Carsten Germis
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Arbeitgeberseite und Betriebsrat sind bei Volkswagen wegen der traditionell starken Rolle der Arbeitnehmervertreter im Unternehmen enger miteinander verflochten als in vielen anderen Unternehmen – im Fall der Bezahlung hoher Belegschaftsvertreter nach Auffassung der Braunschweiger Strafverfolger offenbar zu eng. Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft hatte die Manager deshalb nach mehr als zweijährigen Ermittlungen im November 2019 angeklagt. Der Vorwurf: Untreue, auch in besonders schwerer Form, im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Gewährung von überhöhten Gehältern und Boni an fünf Betriebsratsmitglieder. Die Staatsanwälte bezifferten den Schaden, der dem Unternehmen durch überhöhte Zahlungen zwischen Mai 2011 und Mai 2016 entstanden sei, auf mehr als 5 Millionen Euro. Allein die „ungerechtfertigte Vergütung“ an Osterloh soll sich dabei auf mehr als 3 Millionen Euro belaufen haben.

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