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Ifo-Geschäftsklimaindex : Unternehmenschefs sehen die wirtschaftliche Lage kritischer

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An den Umschlagplätzen der Republik zeigt sich häufig, wie gut die deutsche Konjunktur läuft. Bild: dpa

Die Konjunktur gerät ins Stocken. Der Ifo-Index fiel unter die Erwartungen von Analysten. Grund ist die Weltwirtschaft – aber auch die Autobauer haben einen Anteil.

          Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima sank auf 102,8 Zähler von 103,7 Punkten, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 103,0 Zähler gerechnet.

          „Die weltweiten Unsicherheiten bremsen die deutsche Wirtschaft aus“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage diesmal schlechter und auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate.

          Die Unternehmenslenker im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel beurteilen die Lage und den wirtschaftlichen Ausblick negativer als in der letzten Umfrage. Im Dienstleistungssektor bleibt der Ausblick dagegen positiv.

          Wirklich gut wird die Lage im Baugewerbe beurteilt. Dort hat der Geschäftsklimaindex laut Ifo-Institut einen Rekordwert erreicht. Die Erwartungen wurden dagegen leicht nach unten korrigiert.

          Die führenden Forschungsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten für die Bundesregierung davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im Sommer nur noch um 0,1 Prozent gewachsen ist. Das liegt auch an den Produktionsproblemen im Automobilsektor. Für das laufende vierte Quartal sagen sie dann aber ein Plus von 0,6 Prozent voraus. Dann dürften sich die Auto-Hersteller berappelt haben.

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